„Beeksten fiert“ wie im Wilden Westen 

Dorffest: Reinhard Lange per „Steckbrief“ gesucht

Ein bisschen wie im Wilden Westen sollten sich die Dorffest-Besucher fühlen. - Foto: Rottmann

Beckstedt - Von Anja Rottmann. In einem Western-Klassiker regnet es eher selten. Mal abgesehen von dem einen oder anderen Gewitter, liefern sich die Revolverhelden für gewöhnlich unter brennender Sonne Duelle mit ihren Schießeisen. Macht sich ja gut auch auf der Leinwand... So gesehen passte sich sogar das Wetter dem Motto des siebten Beckstedter Dorffestes an, das da lautete: „Wie im Wilden Westen“.

„Beeksten fierte“ diesmal zwei Tage lang ganz in Cowboy-Manier auf dem Eglinger Platz. Spiel und Spaß standen im Fokus. Am Sonnabend übten sich kleine und große Leute im Bullriding. Wer hält sich am längsten oben? Das war dabei die alles entscheidende Frage.

Ein Pferderennen mit selbst gebastelten Steckenpferden sowie Bogenschießen waren die Renner bei den jüngeren Zuschauern, die sich teils mottogerecht als Cowboys und Indianer verkleidet hatten. Aber auch die „Großen“ konnten sich in ihren Kostümen sehen lassen. An beiden Tagen bestand die Möglichkeit, an einem Gewinn-Quiz teilzunehmen: Unter „Wanted: Gesucht wird“ wurde das Porträt eines Bürgers aus Beckstedt so verändert, dass es schwer fiel, ihn darauf zu erkennen. Für zwei Euro konnte jeder seinen Tipp abgeben; der Erlös geht in voller Höhe an den Hospizverein in der Samtgemeinde Harpstedt. „Wir unterstützen jedes Mal einen gemeinnützigen Verein aus der Samtgemeinde“, berichtete Frank Windhorst aus dem Organisationsteam.

Martin Bornfleth, ein leidenschaftlicher Reiter, hatte sich etwas Besonderes ausgedacht: Für fünf Euro konnten Interessierte eine Postkarte mit Motiven aus dem Ort adressieren, die anstatt mit einer Briefmarke mit dem Ponyexpress-Stempel frankiert wurde. In den nächsten 14 Tagen reitet Bornfleth die innerhalb eines Umkreises von etwa 15 Kilometern beheimateten Adressaten dann mit seinem Pferd an und gibt die „Post“ dort ab. „Teilweise auch mit Terminvereinbarungen, damit speziell die Kiddies zu Hause sind, wenn ich antrabe“, sagte er schmunzelnd. Der Erlös aus dem Verkauf der Postkarten fließt ebenfalls in den „Topf“ für den Hospizverein.

Einen tollen Auftritt legten (v.l.) Emma (10), Fay (7), Leonie (13), Skadi (5), Merle (13) und Greta (6), die „Beckstedter Kids“, hin. Angetan davon war auch Manuela Gottwald (r.). - Foto: aro

Am Sonnabendnachmittag brachten die „Beckstedter Jungs“ die Besucher mit Gesang in Wallung. Gegen Abend legte DJ Timo im „Saloon“ auf. Der harte Kern feierte bis in die frühen Morgenstunden. Am Sonntagnachmittag folgte ein Freiluftgottesdienst auf dem Eglinger Platz. Bei Kaffee und Kuchen ging das fröhliche Feiern danach weiter. Im Anschluss kamen die „Beckstedter Kids“ groß raus: Sechs Mädchen im Alter von fünf bis 13 Jahren sangen mit Inbrunst und Begeisterung drei einstudierte Stücke. Das Publikum bedachte den Auftritt mit tosendem Applaus. Manuela Gottwald, die Organisatorin der „Kids“-Veranstaltung, meinte stolz: „Bisher haben wir meist eine Mini-Playback-Show auf die Beine gestellt. In diesem Jahr singen die Mädels das erste Mal selbst, und zwar live und ohne Begleitung. Wir haben nur sieben Mal geübt. Ich finde, das Ergebnis kann sich hören lassen.“ Von den eingesammelten Spenden wird Manuela Gottwald mit den Sängerinnen etwa Schönes unternehmen.

In kulinarischer Hinsicht ließ das Dorffest ebenfalls keine Wünsche offen. Die „Greenhorns“ konnten sich mit Pommes, Steaks und Kaltgetränken stärken.

Zurück zum „Wanted“-Steckbrief: Der im „Personenraten“ Gesuchte war Reinhard Lange. Gut 400 Tipps gingen ein. Immerhin 96 Teilnehmer lagen goldrichtig. Die unter ihnen ausgeloste Gewinnerin Mareike Dolling nahm einen Gutschein vom Colnrader Tankstellen-Shop Möller entgegen.

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