Shakespeare Company begeistert vor toller Kulisse

Rund 400 Besucher genießen „Sommernachtstraum“

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Die Darsteller der Bremer Shakespeare Company überzeugten mit ihrem schauspielerischen Können und ihrer Unterhaltungskunst das Harpstedter Publikum. 

Harpstedt - Vor der atemberaubenden Amtshof-Kulisse haben am Sonnabend rund 400 Zuschauer den von der Bremer Shakespeare Company inszenierten „Sommernachtstraum“ genossen. Am Ende der Vorstellung war wirklich jeder zufrieden – die Besucher ebenso wie die Darsteller und auch die Organisatoren vom Kunst- und Kulturverein (KuK). Dessen Vorsitzender Götz Rohde träumt schon länger davon, dass Amtshof-Gelände aus dem „Dornröschenschlaf“ zu holen und hoffte, dass dies kein einmaliges Ereignis bleiben wird.

Die acht Hauptdarsteller der Shakespeare Company überzeugten mit ihrer Unterhaltungskunst und schlüpften in ganz unterschiedliche Rollen, unter anderem in die des dummen Esels, der in ausgeprägtem „Schwyzerdütsch“ kommuniziert. Die größte Hauptdarstellerin war aber die Liebe. Diese wird bei den Athener, die strengen Konventionen gehorchen, gezähmt. Wer ausbricht und seinen Gefühlen folgt, auf den wartet der Wald: eine anarchische Welt, die in ihrer Unberechenbarkeit zugleich verlockt und erschreckt – ein Traumreich, in der Feen und Geister regieren. Dort bahnt sich die Liebe ihren Weg – täuscht, verblendet, verwirrt und berauscht. Der Liebe verfallen die Zauberwesen ebenso wie die braven Athener. Deshalb soll sie mit Tricks, Tropfen und Drogen manipuliert werden, doch sie zieht die Figuren in einen Wirbel verführerischer und bedrohlicher Ereignisse, in dem Traumseligkeit und Albtraum nahe beieinander liegen.

Petra-Janina Schultz und Peter Lüchinger – zwei der Akteure – schwärmten: „Wir kommen mit unseren Stücken auch außerhalb von Bremen viel herum. Aber so ein wunderschönes Ambiente, 30 Kilometer von Bremen entfernt, erlebt man nicht so oft. Wir fühlen uns hier gewollt“. Das Ensemble hat für das Stück zweieinhalb Monate geprobt – neben dem regulären Spielbetrieb. „Theater ist Kämpfen, Streiten und Lieben – genau das möchten wir den Zuschauern in dieser Komödie vermitteln“, erklärte Lüchinger.

Sehr arbeitsreiche Wochen haben auch die Mitglieder vom KuK hinter sich: „Die vergangenen beiden Tage waren geprägt vom Bühnenaufbau, der Bestuhlung sowie bei der Unterstützung für die Technik“, erzählte der federführende Initiator Udo Rösner, der bereits vor anderthalb Jahren damit begonnen hatte, auf dieses Ereignis hinzuarbeiten.

Ohne Sponsoren wäre eine Realisierung für den KuK nicht möglich gewesen. Rund 20 Firmen – von A wie Autohaus bis Z wie Zimmermann – haben den Verein unterstützt, ebenso wie der Kulturbeirat des Fleckens Harpstedt. „Das Ganze ist auch ein großes Wagnis, man weiß im Voraus nie, wie es ankommt – aber mit dieser Resonanz haben wir nie im Leben gerechnet“, zeigte sich Rohde zufrieden. Seinen Dank richtete er auch an Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sowie die Verwaltung. „Wir sind froh, auf diesem Platz Gast sein zu dürfen.“ Großen Anteil an dem Gelingen hatte zudem das Team im Hintergrund.

Während einer kurzen Pause genossen die Besucher Weine und Knabbereien. Nach rund zweieinhalb Stunden erntete das Ensemble einen riesigen Applaus. Im „Nachspann“ bekamen die Zuschauer noch eine Überraschung als Zugabe serviert: Junge Sänger – Musikstudenten der Bremer Kunsthochschule, die sich „Voximile“ nennen – gaben A-capella- Szenen aus „Romeo und Julia“ sowie weitere Stücke von Shakespeare bis hin zu den „Comedian Harmonists“ zum Besten. 

aro

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