Besonders edles Lebensmittel

Wildwochen im Restaurant des Hotels „Zur Wasserburg“ offiziell eröffnet

Die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Harpstedt sorgte für eine zünftige Umrahmung der Auftaktveranstaltung. - Foto: Bohlken

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Die Jägerschaft sei sehr dankbar dafür, dass sie in der Gastronomie Partner für die Vermarktung des Wildes gefunden habe, betonte Rolf Eilers, Geschäftsführer des Zweckverbands Naturpark Wildeshauser Geest, am Sonntag zum Start der Wildwochen im proppevollen Restaurant des Harpstedter Hotels „Zur Wasserburg“.

Dort kredenzte die Familie Grohe für die Gäste, darunter Landrat Carsten Harings, ein Buffet mit erlesenen Spezialitäten wie Hirschkeulenbraten, Hasenkeule, Wildragout, Rehmedaillons und Rehbraten, passenden Beilagen und nicht minder raffinierten Vorspeisen.

Sie hießen die Gäste willkommen: Rolf Eilers, Stefan Wachholder und Gastronom Michael Grohe. - Foto: Bohlken

Jäger sei einer der ältesten Berufe überhaupt – und Wild eines der ältesten sowie wohl zugleich edelsten Lebensmittel, erläuterte Eilers. Er plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen. Als Kind habe er Hasenbraten gehasst. „Der sollte damals unbedingt Hautgout haben“, also jenen würzigen Geschmack und Geruch behalten, den das Fleisch von Wild nach dem Abhängen annimmt. Heute sei die Zubereitung zum Glück anders. Eilers freute sich, dass die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Harpstedt den Wildwochen-Auftakt zünftig musikalisch begleitete. Er selbst blase seit 35 Jahren Jadhorn. „Aber so gut wie ihr kann ich das nicht“, gab er zu.

Schon zum achten Mal veranstalten der Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest und das Forstamt Ahlhorn die Wildwochen in Kooperation mit der Gastronomie. Elf Restaurants aus der Stadt und dem Landkreis Oldenburg sowie aus Delmenhorst klinken sich in diesem Jahr ein. Sie bieten ihren Gästen im November Wildspezialitäten an – teils bodenständig, teils extravagant.

Der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Wachholder dankte Waltraud Kubiak vom Zweckverband für die federführende Organisation und ebenso der Familie Grohe, „die uns heute hoffentlich lecker bewirten wird“. Sodann ließ er einige Informationen „zu unserer schönen Heimat folgen“. Wachholder streifte Struktur, Größe und Einwohnerzahl der Samtgemeinde. Er erwähnte in Anspielung auf den Lebensraum des Wildes die waldreiche Umgebung, die in dem Slogan „Harpstedt im Walde“ werbewirksam ihren Niederschlag finde.

„Au weia, von Jagd habe ich gar keine Ahnung!“, hatte Wachholder gedacht, als er offenbart bekam, er müsse Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse als Grußredner in der Auftaktveranstaltung vertreten. Das Au-weia-Gefühl habe sich aber schnell gelegt, als er erfahren habe, dass nicht die Jagd, sondern die kulinarische Seite des Wildes das Thema der Aktionswochen sei. „Ich habe Frau Kubiak daraufhin erleichtert mitgeteilt, ich hätte schon einmal die Kochshow ,Das perfekte Dinner' gewonnen und sei daher mit der Zubereitung von Wildgerichten durchaus vertraut“, verriet Wachholder. Er sei aber nur ein Hobbykoch. „Unter Ihnen sind sicherlich viele Profis“, sprach er die Gastronomen an. „Da ist es doch nur recht, eine solch hochwertige und schmackhafte Sache wie Wild in Ihre Hände zu geben.“ Wachholder wünschte allen an den Wildwochen beteiligten Restaurants „ein gutes Gelingen und zufriedene Kunden“.

Günter Rohlfs vom Hegering Harpstedt, seit Juni Naturpädagoge des Deutschen Jagdverbandes (DJV), begleitete die Veranstaltung mit der „rollenden Waldschule“ der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst und erläuterte Interessierten die Tierpräparate. Noch vor der Eröffnung des Wildbuffets mussten er und auch die Jagdhornbläser weiterziehen. Der nächste Termin, die Mitwirkung an der kunsthandwerklichen Ausstellung bei Bettina Brinkmann am Schützenweg, wartete schon auf sie.

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