Rund 130 Zuhörer genießen „edle Klänge“

Alte Bekannte in neuer Konstellation

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Daniela Predescu, begleitet von Dietrich Wimmer (Flügel) und ihrem Mann Dorin (Querflöte), zeigte sich nach dem Konzert erleichtert: Ihre Stimme hatte trotz einer Bronchitis, von der sie noch nicht wieder ganz genesen war, getragen. 

Harpstedt - Rund 130 Zuhörer kamen am Sonntagnachmittag in der Harpstedter Christuskirche in den Genuss „edler Klänge“. So lautete das Motto eines gemeinsamen Konzertes dreier „alter Bekannter“, die wiederholt in dem Gotteshaus gastierten, wenngleich sie diesmal in neuer Konstellation auftraten: Die Opernsängerin Daniela Predescu, ihr Mann Dorin, der 25 Jahre lang als Soloflötist in verschiedenen Profi-Orchestern gespielt hat, sowie Dietrich Wimmer, von Haus aus studierter Kirchenmusiker, verstanden es meisterhaft, die Besucher auf eine Reise in die Welt der Klassik zu entführen.

„Normalerweise sitzt Daniela ja ganz vorne als Chorleiterin diverser Gruppen. Heute jedoch erleben wir sie live“, erläuterte Pastor Timo Rucks in einer kleinen Ansprache. Erheiterndes gab Dorin Predescu vor dem ersten Stück zum Besten: Was der Unterschied sei zwischen einem Mann, der 20 Kinder habe, und einem mit 20 Millionen auf dem Konto? Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Der Mann mit den 20 Kindern hat schon genug!“

Im ersten Teil des Konzerts erfreute sich das Publikum unter anderem an „Zueignung“ von Richard Strauß und einer jazzigen Variante von Johann Sebastian Bachs „Bourrée“. Ebenso auf „Summertime“ aus George Gershwins Oper „Porgy and Bess“, der ein Libretto von DuBose Heyward zugrunde liegt. Die bekannte Arie wurde als eigenständiges Lied aus dieser Oper isoliert vermarktet: „Summertime“ avancierte zum meistgecoverten Jazz- und Popstandard aller Zeiten.

Während der Pause genossen die Besucher den vom Freundes- und Förderverein Christuskirche Harpstedt angebotenen Wein. Im weiteren Verlauf wechselten sich Arien aus Giuseppe Verdis Opern „La Traviata“, „Rigoletto“ und „Nabucco“ ab. Den Künstlern gelang es, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und immer wieder für Gänsehautmomente zu sorgen. Zwischen den einzelnen Stücken verstand es Dorin Predescu, als Moderator mit kleinen Anekdoten zu erfrischen.

Dietrich Wimmer erläuterte die Vorgeschichte des gemeinsamen Auftritts mit den Predescus: „Ich kenne Daniela durch den Jugendchor; dadurch kam die Anfrage zustande. Es war eine Herausforderung für mich als Pianisten, ein Gespür dafür zu bekommen, wann Töne gedehnt werden müssen oder das Tempo variiert werden muss. Das sind halt künstlerische Freiheiten, die Solisten durchaus zustehen.“

Nach drei ausführlichen Proben, in denen sich die Musiker aufeinander eingestimmt hatten, war das Ergebnis ein tolles Konzert, das die Zuhörer am Ende mit Standing Ovations belohnten. Das Publikum kam sodann in den Genuss dreier Zugaben, darunter „Dein ist mein ganzes Herz“, eine Arie aus dem zweiten Akt der 1929 uraufgeführten Operette „Das Land des Lächelns“ von Fritz Löhner-Beda und Ludwig Herzer mit Musik von Franz Lehár.

Besonders froh über die gelungene Darbietung zeigte sich Daniela Predescu, die nach einer dreiwöchigen Bronchitis noch nicht wieder ganz genesen war. „Ich bin froh, dass meine Stimme das mitgemacht hat, und freue mich, dass wir die Zuhörer begeistern konnten.“ 

aro

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