Vier Stellplätze für Feuerwehrhaus in Huntlosen

Politik einstimmig gegen Verwaltung

Großenkneten/Huntlosen - Gegen den Willen der Verwaltung hat der Jugend-, Ordnungs- und Sozialausschuss der Gemeinde Großenkneten am Montagabend einstimmig empfohlen, ein Feuerwehrhaus in Huntlosen mit vier Stellplätzen und einem außenliegenden Waschplatz zu bauen.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke hatte bis zuletzt argumentiert, drei Stellplätze würden reichen. Den Widerstand gegen den Waschplatz – die Feuerwehr in Großenkneten hat einen für alle Wehren in der Gemeinde – hatte die Verwaltung allerdings aufgegeben.

Brandschützer zeigen Präsenz im Sitzungssaal

Die Brandschützer, die wie zu jeder Sitzung zu dem Thema mit rund einem Dutzend Mitgliedern im Rathaus waren – ein Kamerad kam sogar trotz Krücken in den Sitzungssaal –, hätten gern drei Stellplätze für ihre drei Fahrzeuge und einen weiteren für ein anzuschaffendes Rettungsboot mit Anhänger. Auch Gemeindebrandmeister Thorsten Schnitger unterstützte das Ansinnen seiner Huntloser Kameraden.

Schmidtke sah und sieht jedoch keine Notwendigkeit für das Boot. Bei einem Notfall würden die Rettungseinheiten der DLRG in Wardenburg und Wildeshausen alarmiert, sagte er. Grundsätzlich stellte er fest: „Es ist das eine, das ich will, und das andere, das ich kann.“ Allerdings liegen – zumindest öffentlich – noch keine Kostenschätzungen vor.

Ralf Martens (CDU/Steinloge) sprach von einem für die Zukunft ausgerichteten Bau. Harm Rykena (AfD/Ahlhorn) schloss sich an und meinte, man solle nun nicht zu knapp planen, ein Ausbau wäre später allemal teurer. Andrea Oefler (SPD/Bakenhus) unterstrich, wie bodenständig die Wünsche der Feuerwehr seien. Imke Haake (FDP/Sage) sagte, „es wäre fatal, bei der Fertigstellung festzustellen, dass das Gebäude zu klein ist“. Anke Koch (KA/Unabhängige/Großenkneten) drückte ihre Freude darüber aus, „dass wir alle an einem Strang ziehen“.

Der Neubau ist notwendig, weil Sanierungsbedarf vorliegt, es keine Erweiterungsmöglichkeiten gibt sowie Verstöße gegen die Bau- und Unfallverhütungsvorschriften der Feuerwehrunfallkasse vorliegen. Der Verwaltungsausschuss wird am 8. Dezember nichtöffentlich über das Thema beraten, bevor sich der Gemeinderat am 19. Dezember abschließend mit der Sache befasst. - bor

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