Lager der Putenschlachterei soll 30 Meter in die Höhe ragen

Ausschuss stimmt für höhere Erweiterung von Heidemark

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Geht es nach dem Großenkneter Planungs- und Umweltausschuss darf sich Heidemark erweitern. 

Großenkneten - Von Ove Bornholt. Bei einer Gegenstimme hat der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Großenkneten am Donnerstag dafür gestimmt, die von der Firma Heidemark in Ahlhorn geplante Erweiterung um fünf Meter zu erhöhen. Einzig bei der Kommunalen Alternative (KA) regte sich Widerstand. Ratsherr Uwe Behrens bemängelte die Transparenz der Planungen des Unternehmens und forderte mehr Informationen.

Eigentlich war die Erweiterung der Putenschlachterei Heidemark an der Cloppenburger Straße in Ahlhorn bereits im März vom Tisch. Der Rat hatte – auch damals gegen Behrens‘ Widerstand – seinen Segen für eine Aufstockung des Betriebs um eine Fläche von 7,3 Hektar gegeben. Doch die Firma wollte noch einmal nachsteuern. Ihr schwebt ein vollautomatisches Palettenlager vor, dass 30 Meter hoch sein soll. Fünf Meter mehr als ursprünglich um vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgelegt. Dieser macht dem Unternehmen recht enge Vorgaben. Auch um zu verhindern, dass auf dem neuen Areal, das an den Bestandsbetrieb grenzt, geschlachtet wird. Nun muss der Plan geändert werden, was wiederum einen politischen Beratungsprozess zur Folge hat. Dieser wird sich vermutlich bis ins zweite Quartal 2017 ziehen.

„Fünf Meter mehr sind keine erhebliche Beeinträchtigung“, meinte Planer Joachim Mrotzek. Bürgermeister Thorsten Schmidtke erinnerte daran, dass Heidemark nur Unternehmensteile von Garrel nach Ahlhorn verschieben wolle.

Behrens argumentierte, dass durch die Verlagerung von Betriebsteilen vom Bestands- auf das Erweiterungsgelände in Ahlhorn sozusagen durch die Hintertür doch eine Erhöhung der Schlachtzahlen droht. Der geplante Anbau sei immerhin 180 Meter lang und 30 Meter hoch.

„Die Gemeinde ist mit 700 .000 Euro für den Ausbau der Lether Gewerbestraße in Vorleistung gegangen. Es ist selbstverständlich, wenn Heidemark seine Pläne auf den Tisch legt“, betonte Behrens. Das ist aber nicht geschehen. Das Unternehmen ziehe 250 .000 Kubikmeter Wasser pro Jahr, und es solle ein zusätzliches Klärbecken kommen. Letzteres sei Indiz dafür, dass die Schlachtzahlen steigen sollten.

Bei den Ausschussmitgliedern stieß Behrens auf taube Ohren. Es gelte, „keine Verhinderungspolitik“ zu machen, meinte Andrea Oefler (SPD). „Man muss auch ein bisschen Vertrauen in die Unternehmen haben.“

Schmidtke versicherte, er werde die Firma bitten, Informationen über die Planung öffentlich vorzustellen. Als nächstes befasst sich der Verwaltungsausschuss am 8. Dezember mit der Sache.

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