Ergebnisse aus den Gemeinden Großenkneten, Hatten, Ganderkesee, Wardenburg und Hude

AfD mit 10,79 Prozent in Großenkneten

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Mit Spannung erwarteten die Parteien und auch Bürgermeister Thorsten Schmidtke (rechts) das Ergebnis in Großenkneten. 

Landkreis - In den Gemeinden des Landkreises Oldenburg zeichnet sich ein differenziertes Bild der Ergebnisse ab. Einige Parteien – und nicht nur die AfD, die allerdings nur in Großenkneten für den Gemeinderat kandidierte – konnten kräftig zulegen, während andere Federn lassen mussten.

Stärkste Kraft in der Gemeinde Großenkneten bleibt nach den vorläufigen Endergebnissen vom Sonntagabend die CDU. Und das mit einem großem Gewinn bei den absoluten Wählerstimmen. 7 300 Großenkneter machten ihr Kreuz bei den Christdemokraten. Das entspricht 36,53 Prozent. Bei der Gemeinderatswahl 2011 holte die Partei noch 36,92 Prozent (6 970 Stimmen). Astrid Grotelüschen zeigte sich enttäuscht über die Wahlbeteiligung in Ahlhorn. Die CDU stellt mit elf Abgeordneten einen weniger als im Jahr 2011. Damals war der Gemeinderat allerdings auch um zwei Mandate größer gewesen.

Die SPD verliert kräftig. Für sie entschieden sich nur noch 27,67 Prozent (minus 3,46 Prozentpunkte im Vergleich zu 2011). Das entspricht 5 529 Stimmen (5 877 im Jahr 2011). Die FDP büßt ebenfalls ein: 14,16 Prozent (15,18) und 2 831 Stimmen (2 867).

Der größte Gewinner ist mit Abstand die AfD, die es aus dem Stand auf 10,79 Prozent und 2 038 Stimmen brachte. Dennoch herrschte bei der Partei Unzufriedenheit. Man habe sich mehr erhofft, war der Tenor bei Herbert Sobierei, Vorsitzender des Landkreisverbands.

Die Kommunale Alternative (KA) kommt auf 11,70 Prozent, was 2 339 Stimmen entspricht.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke freute sich über die „bunte Mischung“ im neuen Rat.

In der Gemeinde Hatten verbuchte die SPD mit 7 452 Stimmen einen riesigen Zuwachs. Im Jahr 2011 hatten die Sozialdemokraten noch 5 543 Stimmen geholt. Das sind rund 1 900 Stimmen mehr als vor fünf Jahren. In Prozenten ausgedrückt bedeutet das, 5,81 Prozentpunkte mehr als 2011 (31,15).

In absoluten Zahlen legte die CDU ebenfalls zu (plus 146), aber dank der um gut fünf Prozent höheren Wahlbeteiligung reichte es nur für 22 Prozent. Das sind zwei Prozent weniger als noch 2011.

Die Grünen verloren fast vier Prozent. Sie haben 12,55 Prozent der Stimmen erreicht. In absoluten Zahlen sind das 2 531 anstatt von 2 926 Stimmen bei der vorherigen Kommunalwahl.

Die FDP überzeugte 1 000 Wähler mehr und liegt mit 3,3 Prozent mehr als 2011 bei 17,61 Prozent. 3 551 Stimmen vereinten die Liberalen auf sich.

Zudem zieht die 2011 nicht angetretene „Freie Hatter Liste“ mit 2 183 Stimmen, also 10,8 Prozent in das Kommunalparlament ein.

Großer Gewinner in der Gemeinde Ganderkesee ist die FDP (plus 3,94 Prozent) nach Auszählung von 36 von 39 Wahlbezirken. Die Liberalen schaffen es damit auf 10,7 Prozent und 3 806 Stimmen.

Die SPD erreicht 32,66 Prozent, was 11 612 Stimmen entspricht. Damit verlieren die Sozialdemokraten 2,35 Prozentpunkte.

Zweitstärkste Kraft ist die CDU, die 1,73 Prozentpunkte verliert und 29,20 Prozent der abgegebenen Stimmen bekam. Das sind dann 10 382 Stimmen.

Die Grünen müssen mit 4,78 Prozentpunkten weniger heftige Verluste einstecken. Dennoch schaffen sie es auf 11,97 Prozent, was 4 257 Stimmen bedeutet.

Weiterhin im Ganderkeseer Kommunalparlament vertreten sind die UWG mit 6,67 Prozent (2 373 Stimmen) und die Freien Wähler mit 7,23 Prozent (2 572 Stimmen).

Nach Auszählung von 17 der 19 Wahlbezirke der Gemeinde Wardenburg sieht es nicht nach großen Veränderungen aus. Wieder steht die CDU als stärkste Kraft da. Die Christdemokraten erhielten 7 161 Stimmen, was 37,13 Prozent entspricht. Damit verloren sie jedoch im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 2,88 Prozentpunkte. Zweitstärkste Partei ist nach dem bisherigen Stand der Auszählung die SPD mit 30,49 Prozent, was 5 880 Stimmen entspricht. Den dritten Platz belegen die Grünen mit 15,22 Prozent (2 936 Stimmen). Auch sie verloren im Vergleich zur vergangenen Wahl (-1,74 Prozentpunkte). Die FDP kann einen leichten Zuwachs (+ 1,45 Prozentpunkte) verzeichnen und kommt mit 1 615 Stimmen nun auf 8,37 Prozent. Kaum Veränderung bei der FWG: mit 5,41 Prozent können die Freien Wähler einen leichten Zuwachs von 0,53 Prozentpunkten verzeichnen. Die Linke trat 2011 nicht zur Kommunalwahl an und bekam 3,36 Prozent (648 Stimmen).

In der Gemeinde Hude lieferten sich die CDU und die SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit knappem Vorsprung konnten die Christdemokraten die meisten Stimmen auf sich vereinen. Die Partei hat 32,72 Prozent erhalten und kann damit einen Zuwachs von 1,64 Prozentpunkten verzeichnen. Die Sozialdemokraten kommen auf 32,63 Prozent und verloren damit im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 ganz leicht, um 0,95 Prozentpunkte.

Großer Verlierer in Hude sind die Grünen. Sie müssen einen Verlust von 5,48 Prozentpunkten hinnehmen und kommen damit auf 13,72 Prozent.

Über einen Zuwachs können sich die Liberalen freuen. Die FDP konnte 11,99 Prozent der Wähler davon überzeugen ihr Kreuz bei ihnen zu machen. Das entspricht einem Plus von 2,31 Prozentpunkten.

Auch die Linke legte zu. Mit 4,19 Prozent verbesserte sie ihr Ergebnis um 1,79 Prozentpunkte. Kaum Veränderung bei den freien Wähler: Sie erhielten insgesamt 4,72 Prozent der Stimmen, was einem leichten Zuwachs von 0,68 Prozentpunkten gleichkommt. 

bor/pp/jb

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