Sechs Schauspielgruppen starten in Ganderkesee in neue Saison

Sinkende Zuschauerzahlen im niederdeutschen Theater

Die „Speelkoppel Hoyerswege“ ist wie auch im vergangenen Jahr wieder mit dabei. - Archivfoto: Speelkoppel

Ganderkesee - Von Ove Bornholt. Die Publikumszahlen des Niederdeutschen Theaters in Ganderkesee sind kräftig gesunken. Waren in der Saison 2015 noch 935 Besucher zu verzeichnen, so waren es in der darauffolgenden Spielzeit nur 824.

„Vermutlich ist diese Entwicklung dem demografischen Faktor geschuldet, denn es handelt sich um ein überwiegend älteres Publikum“, meint Dr. Wiebke Steinmetz, die die sechs Auftritte pro Saison für die regioVHS koordiniert.

Nichtsdestotrotz starten bald sechs Gruppen mit lustigen und kurzweiligen Stücken in die neue Spielzeit. Die Darbietungen sind jeweils freitags ab 19.30 Uhr im Gymnasium Ganderkesee (Am Steinacker 12) geplant.

Den Anfang machen die „Emhuser Plattsnackers“ aus Emtinghausen (Samtgemeinde Thedinghausen) am 21. Oktober. In der Komödie „Een kommodigen Abend“ geht es um Baggerfahrer Manni, der nach einer langen Arbeitswoche auf dem Bau eigentlich nur einen ruhigen Abend mit kühlem Bier zu Hause verbringen möchte, aber in einen Mädelsabend gerät, der ihm einiges abverlangt.

Von Mädels haben die drei Brüder Krischan, Korl und Jörg im Lustspiel „De dree Blindgängers“, das die „Neestädter Speeldeel“ aus Bremen am 4. November zeigt, die Nase voll. Mit der alten Dienstmagd Greten leben sie unrasiert und ungekämmt auf ihrem Bauernhof. Aber dann liegt plötzlich ein Findelkind vor der Tür, und der Pastor schickt eine junge Frau, die sich um das Baby kümmern soll.

Ebenfalls um drei Männer geht es in der Komödie „Dree Kerls in een Bett“ am 13. Januar. Die „Speelkoppel Hatterwösch“ zeigt das Leben von Heribert, Justin und Kevin, die in ihrer Dreier-Wohngemeinschaft eigentlich gut zurecht kommen. Alle sind schwul und glücklich. Davon weiß jedoch Tante Adele nichts, die Heribert immer wieder mit Geld unterstützt. Als die Dame zu Besuch kommt, müssen die drei Jungs ihr eine traditionelle Familie vorspielen, um nicht den Geldhahn abgedreht zu bekommen.

Um Zaster geht es auch im Stück „De gekööfte Ehemann“ der „Speelkoppel Dötlingen“ am 20. Januar. Witwe Karin überredet Untermieter Gustav, für ein paar Tage ihren Ehemann zu spielen. Sie hat es auf das Erbe ihres Schwagers abgesehen, der bald zu Besuch kommt und davon ausgeht, dass Karins Mann noch lebt.

Im Lustspiel „Wenn hört denn nu dat Himmelsreich?“ muss Olga, die Pächterin einer kleinen Pension, herausfinden, wem das Haus gehört. Der neue Besitzer hat sich nämlich inkognito eingemietet. Die Auflösung zeigt die „Speelkoppel Hoyerswege“ am 3. Februar.

Den Schlusspunkt setzt die „Lesumer Speeldeel“ am 3. März. Im Theaterstück „Familienbande“ geht es darum, was dieser Begriff eigentlich bedeutet.

Der Eintritt kostet bei jedem Termin 7,50 Euro. Für 39 Euro gibt es eine Karte für alle Veranstaltungen mit einem Stammplatz. Tickets gibt es unter Tel. 04222/44444 und an der Abendkasse.

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