16 Iraker ziehen bald in Haus in Sage/Nachbarn machen sich ein Bild vor Ort

Gemeinde informiert Anwohner über Flüchtlinge

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Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Ines Botthof vom Sozialamt informierten die Anwohner.

Sage - Von Ove Bornholt. Das 619-Seelen-Dorf Sage in der Gemeinde Großenkneten hat ab dem 25. Februar 16 Einwohner mehr. Irakische Flüchtlinge ziehen in ein Haus – alles alleinreisende Männer zwischen 18 und knapp 40 Jahren. Während einer Besichtigung machten sich rund 20 Nachbarn am Dienstagnachmittag ein Bild von dem Haus. Dabei zeigten sich durchaus Befürchtungen, aber auch Optimismus, dass es mit den „Neuen“ gut laufen wird.

Ein älterer Mann mahnte, die Gemeinde müsse durchgreifen, wenn in dem von der Kommune gemieteten Haus „Halligalli“ herrsche und die Bewohner noch um 3 oder 4 Uhr nachts aktiv seien. Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke verwies auf die positiven Erlebnisse, die die Gemeinde mit den Flüchtlingen ein paar Häuser weiter und überhaupt gemacht habe. „Die Erfahrung zeigt genau das Gegenteil“, so der Verwaltungschef.

Gleichwohl kündigte er an, sich um die Befürchtungen zu kümmern. So sollen Ehrenamtliche den Asylbewerbern ihre ersten Tage und Wochen erleichtern, indem sie zum Beispiel erklären, wie der Müll zu trennen ist oder wo die nächste Einkaufsgelegenheit ist. Glücklicherweise können die Iraker gleich an einem Sprachkurs im drei bis vier Kilometer entfernten Großenkneten teilnehmen.

Bereits im Oktober waren Flüchtlinge in ein Haus an derselben Straße gezogen. Schmidtke verwies auf die „wahnsinnig große Hilfsbereitschaft“ in Sage. Auch die Bewohner würden sich sehr wohl wühlen.

Der Bürgermeister freute sich über das Interesse der Anwohner, stellte aber fest, dass bei der Informationsveranstaltung im Oktober für das andere Haus mehr Leute vor Ort gewesen seien. „Sage stellt sich auf die Flüchtlinge ein“, schlussfolgerte er.

Erste Möbel – ein paar gespendete Betten, Sofas und Schränke – stehen schon in dem Gebäude. Weitere Zuwendungen sind willkommen. Eine Anwohnerin, Heike Oltmann, die schon einmal Güter gesammelt hatte, erklärte sich spontan bereit, das wieder zu tun. Sie ist per E-Mail an info@bv-shb.de und unter Tel. 0176/43011177 zu erreichen.

Wer sich ehrenamtlich einbringen will, kann sich unter Tel. 04435/600159 an die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Andrea Schröder, wenden.

Grundsätzlich erklärte Schmidtke, er sei guter Hoffnung, dass die Gemeinde ihre aktuelle Quote erfüllen könne. Er verwies auch auf erste Anstrengungen, was die baldige Errichtung von Schlichtbauten angehe.

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