Ausstellung mit Fotos und Acryl- sowie Aquarellbildern in Ganderkesee

Zwei Künstlerinnen – ein „Zusammenhang“

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Malerin Barbara Habermann und Fotografin Lioba Müller (v. l.) reden im Kulturhaus Müller über ihre Werke.

Ganderkesee - Von Ove Bornholt. Auf den ersten Blick haben die Malerin Barbara Habermann und die Fotografin Lioba Müller nicht viel gemeinsam. Dennoch haben beide eine Ausstellung mit ihren Werken gestaltet, in der sowohl Fotos als auch Acryl- sowie Aquarellbilder im Kulturhaus Müller in Ganderkesee „zusammen hängen“ und überraschende Bezüge herstellen.

Die bedächtige und kleine, 1938 in Tschechien geborene Barbara Habermann und die spontane Lioba Müller, die 1956 in Mainz zur Welt kam und deren Hände beim Reden gestenreich durch die Luft fahren, sind anscheinend sehr unterschiedliche Menschen und gehen auch verschieden an ihre Motive heran. Während Müller beim Betrachten der Welt hin und wieder der Gedanke „das musst du jetzt fotografieren“ durch den Kopf schießt, pendelt Habermann eher zwischen Vernunft und Emotionalität, sagt sie.

Offenbar können beide jedoch trotzdem sehr gut zusammenarbeiten. „Künstler sind oft sehr hermetisch nach dem Motto ‚Mein Werk und ich‘“, meint Habermann und ihre Hände beschreiben einen kleinen Kreis, um das Gesagte zu unterstützen. „So eine Ausstellung kann man nicht mit jeder Kollegin machen“, lobt sie ihre Mitstreiterin.

Das Duo zeigt 25 Bilder und 33 Fotos, die sich gegenseitig kommentieren sollen. Dabei stehen sie manchmal sehr konträr zueinander. Beispielsweise ein großes Bild mit einem Gemisch unterschiedlicher Eindrücke neben zwei Fotos, die im Vergleich dazu sehr klare Strukturen zeigen.

In anderen Fällen sind die Farbtöne sehr ähnlich und bilden sogar manchmal das gleiche Motiv ab. „Euch verbindet beide ein sehr guter Blick“, lobt Wiebke Steinmetz von der regioVHS-Ganderkesee-Hude. „Die Formen sprechen schön miteinander.“

Habermann und Müller fanden viele ihrer Motive auf Reisen nach China, Island oder Korsika. Anschließend fertigten sie ihre Werke an und überlegten dann gemeinsam, welche Stücke zueinander passen könnten. Teilweise zeigen die Bilder sehr abstrakte Landschaften, die dem Betrachter viel Raum zum Interpretieren lassen. Dagegen sind auf den Fotos oft Aufnahmen zu sehen, die deutlich machen, wie klein der Mensch im Angesicht der Natur eigentlich ist. Aber auch hier ist nicht immer klar, was genau denn nun zu sehen ist. Da die Elemente nicht zufällig angeordnet sind, bleibt auch hier Spielraum für den Zuschauer.

Die Ausstellung wird am Freitag, 29. Januar, ab 19Uhr eröffnet. Habermann und Müller lesen Gedichte, Prosa und Zitate vor. Dazu spielt Yvonne Sextroh auf dem Alphorn. Die Fotos und Bilder sind noch bis zum 4. April zu sehen.

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