Kreis und EWE Tel starten mit Bau schneller Internet-Leitungen / Einzelne Häuser bleiben unversorgt

In ersten Orten schon Erdarbeiten

Landrat Frank Eger, Thomas Windgassen (EWE), Hans-Werner Aschoff (WLO) und Kreiskämmerer Reiner Fürst (v.r.) stellten den bisherigen und künftigen gemeinsamen Weg zu einer Breitbandversorgung in den farbig gekennzeichneten Gebieten vor.

Landkreis - (ck) · Bei den Bürgermeistern, in den Shops und über die Service-Hotline von „EWE Tel“ klingeln die Telefone seit einigen Wochen häufiger als sonst. Aus allen Teilen des Landkreises Oldenburg rufen Internet-Nutzer an und fragen, wann es endlich losgeht mit dem Bau der schnelleren Datenleitungen. Aber lange müssen die meisten von ihnen nicht mehr warten: In einigen Orten starteten bereits die Erdarbeiten zur Breitbandversorgung, und in etwa einem Jahr sollen 80 Prozent der rund 54 000 Haushalte und Firmen auf Kreisgebiet über Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde verfügen. Gestern Nachmittag stellten die Projektpartner den Zeitplan im Kreishaus vor.

Von dort, aus Reihen der Kreisverwaltung und der „Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg“ (WLO), ging nämlich die Initiative zum Erschließen der bisher dürftig bedienten „weißen Fle -

▪ Gutes Miteinander

▪ der Kommunen

cken“ aus. Daran erinnerten Thomas Windgassen als Leiter der EWE-Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst und die für den Weser-Elbe-Raum zuständige Regionsleiterin Svenja Brüggemann. „Der Landkreis Oldenburg war sehr schnell, innovativ und einer der ersten, die alle Unterlagen für den Antrag auf Zuschüsse zusammen hatte“, stellte Windgassen heraus.

Und so gewährte die Europäische Union reichlich Fördermittel. „Insgesamt belief sich diese Summe auf 985 000 Euro“, schilderte Kreiskämmerer Reiner Fürst. Und Landrat Frank Eger unterstrich, dass der Landkreis die Gegenfinanzierung von 150 000 Euro übernahm – allerdings nur aus Gründen der Einfachheit, denn die „Diskussionen mit den Gemeinden, das Rückkoppeln und die gemeinsame Herangehensweise waren ein gutes Beispiel für ein partnerschaftliches Miteinander“.

Probleme bereitete manchmal nur das Ausschreibungsverfahren. Denn wenn andere Anbieter in bestimmten Gebieten auch nur die theoretischen Möglichkeiten für schnelles Internet geschaffen hatten, waren diese Gegenden schon nicht mehr förderfähig: „Wenn wir aber zum Beispiel von 50 Prozent der Kunden wie etwa im Norden Wardenburgs Vorverträge zur Nutzung schnellerer Leitungen bekommen, bauen wir auf unsere Kosten“, erläuterte Windgassen.

Schon während der Planungsphase liefen in einigen Gemeinden die Erdarbeiten an. Entweder dockt EWE Tel an die bestehenden Kabelverzweiger der Telekom an und verlegt von dort die hochmodernen Glasfaserkabel – oder sie baut eigene Technikknotenpunkte auf. Zurzeit plant das Unternehmen landkreisweit mit 120 dieser neuen Verzweiger.

„Wir verlegen die Leitungen stets entlang des öffentlichen Wege- und Straßennetzes“, unterstrich der Geschäftsregionsleiter. Die letzten paar Meter ins Haus schließe EWE Tel dann wieder ans bestehende Kupferkabel der Telekom an, und die Schnelligkeit der bis dahin gelangten Datenströme mache sich bemerkbar. Niemand müsse also befürchten, für eine neue Leitung Baggerarbeiten auf seinem Hof zu riskieren.

Bei aller Freude über die fast flächendeckende Breitband-Versorgung gab Svenja Brüggemann zu bedenken: „In zwei oder drei von 100 sehr weit abgelegenen Haushalten kann es kein schnelleres Internet geben.“ Das sah Eger ein: „Es muss sich auch für die EWE betriebswirtschaftlich darstellen lassen.“

WLO-Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff riet allen Betroffenen in der Peripherie ohne Aussicht auf verbesserte Kapazitäten aber schon jetzt dazu, ihr Interesse anzumelden – und es vielleicht auf breitere Füße zu stellen: „Das kann zum Beispiel über die Bildung von dörflichen Interessengemeinschaften geschehen.“

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