„Wi helpt di - Wohnen“ 

Wohnprojekt sucht Mitstreiter

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Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft (von links) mit Berater Tim Kirchhoff (2. von links): Uwe Spille, Anne-Marie Glowienka, Manfred Schwarz und Britta Puttkammer. Es fehlt Gert Schmidt. 

Neerstedt - Von Anja Nosthoff. „Unser Ziel ist es, möglichst in diesem Jahr noch den ersten Spatenstich für unser Wohnprojekt Goldbergshof zu tun“, erklärten Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft „Wi helpt di - Von Anja Nosthoff. Wohnen“ am Mittwochabend während einer Informationsveranstaltung im Neerstedter Gemeindezentrum. Dann könnten bereits eingeworbene Fördergelder fließen.

„Was wir nun brauchen, sind Mitstreiter“, betonte Dr. Manfred Schwarz vom Vorstand. Die Genossenschaft benötigt Kapital, mit dem das 6 .700 Quadratmeter große Prechtsche Grundstück am Goldbergsweg erworben werden soll. Die Vorarbeiten sind geleistet, ein Bebauungsplan, der den Bauplänen der Genossenschaft entspricht, wurde von der Gemeinde Dötlingen aufgestellt.

Auf dem geplanten Hof sollen 13 Wohneinheiten entstehen, die sich auf drei Häuser aufteilen. Die Gebäude sind durch einen parkartigen Innenhof miteinander verbunden, bieten den Bewohner aber auch Rückzugsräume. Die Wohneinheiten sind zwischen 76,5 und 111 Quadratmeter groß und verfügen sowohl über ein Pflege-Zimmer als auch über ein „multifunktionales“ Zimmer für Partner oder Pflegende. Geplant ist auch der Einsatz von telemedizinischen Technologien, um im Notfall schnell Fremdhilfe hinzuziehen zu können.

Gedanke der Nachbarschaftshilfe

Seit der Gründung der Initiative lebt das Projekt von der Idee einer funktionierenden Nachbarschaftshilfe, die es ermöglicht, lange und im besten Fall bis zum Schluss Zuhause zu wohnen. Dazu tragen neben dem Wohnprojekt auch die beiden weiteren „Wi helpt di“-Säulen „Nachbarschaft leben“ und „Pflege organisieren“ bei.

Genossenschaftsmitglied kann jeder werden, der im Wert von mindestens 100 Euro einen Anteil erwirbt. Vor allem sucht die Genossenschaft nun ganz konkret Interessenten für die 13 Wohneinheiten. Dazu gab es ein Rechenbeispiel: Für eine 76,5 Quadratmeter große Wohneinheit fallen Baukosten in Höhe von etwa 162.500 Euro an. Die Einheiten können mit einem Mindestanteil von 60 Prozent erworben werden.

Bei der kleinsten Wohnung wären das also 97. 500 Euro. Das Nutzungsentgelt würde dann neun Euro pro Quadratmeter betragen, wovon die Genossenschaft 80 Prozent zur Kredittilgung sowie 20 Prozent für Rücklagen und laufende Kosten benötigt. Bringt sich das Genossenschaftsmitglied mit 100 Prozent ein, reduziert sich das Nutzungsentgelt.

„Die Idee war, dass ältere Menschen auf dem Land oft allein in einem Haus oder sogar auf einem Restehof leben“, erklärte Vorstandsmitglied Britta Puttkammer. Für das Leben im Alter sei dieses Zuhause dann oft zu groß, zu arbeitsintensiv und zu einsam.

Die Goldbergshöfe sollen das selbstbestimmte Leben mit dem Bedürfnis nach Hilfe und Gemeinschaft verbinden. Wünschenswert sei auch ein generationenübergreifendes Wohnen. Die Genossenschaft wünscht sich, dass die ersten Wohneinheiten im Frühjahr 2017 fertig sind – dazu müssen sich nun jedoch Interessenten mit Kapital einbringen.

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