Erste Jux-Rallye für Oldtimertrecker der MSG Hunte-Delme 

Spezialaufgaben stellen Fahrer auf die Probe

+
Siegreich oder nicht – allen Treckerfahrern machte die Oldtimer-Rally viel Spaß: Michael Castens, Eike Bötefür, Nils Kröger, Martin Volkmann und Thorsten Hiebenga (v.l.). 

Dötlingen - Nicht allen Teilnehmern der ersten Jux-Rallye für Oldtimertrecker der Motorsportgemeinschaft (MSG) Hunte-Delme war das Glück am Sonnabend hold. Den Start vom Ausweichparkplatz am Dötlinger Friedhof bekam Nils Krögers „Allgair“, Baujahr 1950, noch einwandfrei hin. 

Doch schon nach der ersten von sechs Stationen, die es zu absolvieren galt, blieben der Döhlener und seine achtjährige Co-Pilotin Lillemor aus bisher ungeklärter Ursache mit ihrem Gefährt liegen. Die vier Konkurrenten trudelten dagegen allesamt nach etwa zweieinhalb Stunden im Ziel am alten Polizeisportplatz ein. Am Ende gewann nicht der Schnellste, sondern derjenige, der die Aufgaben an den einzelnen Stationen am besten bewältigt hatte.

„Ein einfaches Oldtimer-Treffen oder eine Ausfahrt waren uns zu langweilig“, erzählte der MSG-Vorsitzende Pierre Henning beim gemütlichen Grillen nach der Pokalübergabe. Mit-Ideengeber und Planer der ersten Stunde sei Erwin Schröder gewesen. Die Strecke habe schließlich MSG-Sportleiter Klaus Jokiel ausgetüftelt. Lutz Lindemann und René Markus packten am Sonnabend eifrig beim „Catering“ mit an.

Ganz besonders gut ließ Michael Castens sich die Grillwurst munden. Mit dem Siegerpokal in der Tasche schmeckte das Essen gleich doppelt so gut. Dass sein „Bautz AS 120“, Baujahr 1955, als das mit Abstand kleinste Fahrzeug unter den Startern das Rennen machen würde, hätte sich der Dötlinger wohl nicht träumen lassen. Wie seine Konkurrenten nahm er erstmals an einer Rallye dieser Art teil.

„Eigentlich waren die Stationen einfach – vor allem haben sie Spaß gemacht“, erzählte Castens. „Die letzte war schwer einzuschätzen – da mussten wir auf sechs Metern die Geschwindigkeit möglichst auf zehn Stundenkilometern halten“, so Castens. Bei Abweichung gab es Strafpunkte. „Und bei der Station, an der wir die Breite unseres Fahrzeugs schätzen mussten, habe ich mich auch etwas schwer getan.“

Immerhin war Castens der einzige, der diese Station am Ende meisterte – alle anderen ließen die Pylonen nach Augenmaß so eng zusammenstellen, dass sie mit ihrem Trecker dagegengekracht wären. „Thorsten, bei dir hat die Orientierung wohl versagt“, stichelte Jokiel während der Pokalübergabe. Thorsten Hiebenga hatte auf der Strecke mit seinem „Unimog 406“, Baujahr 1964, einen falschen Weg genommen und dabei eine Station ganz übersehen und ausgelassen.

So erhielten dann auch Martin Volkmann mit seinem „Deutz 7206“, Baujahr 1974, und Eike Bötefür mit seinem „Deutz 5206“, Baujahr 78, die Pokale für den dritten und zweiten Platz. Volkmann hatte während der Rallye 18 Strafpunkte gesammelt. Bötefür wies eine Bilanz von 15 Strafpunkten vor. Castens musste lediglich zwölf verknusen.

Den Sonderpokal erhielt Volkmann für das beste Schießergebnis an der Station vom Schützenverein Dötlingen. „Ja, bin ich denn jetzt Schützenkönig?“, fragte Volkmann verwundert und nahm stolz seine Trophäe entgegen. Auch der TV Dötlingen und die Feuerwehr hatten für Stationen mit Spezialaufgaben gesorgt. 

an

Mehr zum Thema:

220 Kinder entdecken den Wald

220 Kinder entdecken den Wald

Raketenstart in Rotenburg

Raketenstart in Rotenburg

Shimon Peres tot, Bilder aus dem Leben des Friedensnobelpreisträgers

Shimon Peres tot, Bilder aus dem Leben des Friedensnobelpreisträgers

Transporter der Zukunft: Mercedes Vision Van

Transporter der Zukunft: Mercedes Vision Van

Meistgelesene Artikel

Schröder zeigt, was Baugeräte können

Schröder zeigt, was Baugeräte können

Pasta, Unterricht und Training: Fußball-Elite in Wildeshausen

Pasta, Unterricht und Training: Fußball-Elite in Wildeshausen

Stellungnahmen zur rechtlichen Einschätzung des UWG-Bürgerbegehrens gehen ins Geld

Stellungnahmen zur rechtlichen Einschätzung des UWG-Bürgerbegehrens gehen ins Geld

Polizei warnt erneut vor Kettenbrief

Polizei warnt erneut vor Kettenbrief

Kommentare