Hundert Stöber-Meter für Schnäppchenjäger

„Flohmarkt rund ums Kind“: Schule im Ausnahmezustand

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In der Neerstedter Aula herrschte am Sonnabendnachmittag dichtes Flohmarktgetümmel. 

Neerstedt - Von Anja Nosthof. Im Ausnahmezustand befand sich am Sonnabendnachmittag die Aula der Grund- und Sprachheilschule Neerstedt. „Die Resonanz auf den ,Flohmarkt rund ums Kind‘ war schon im Vorhinein noch größer als bei der Premiere im vergangenen Jahr“, berichteten die Organisatorinnen Andrea Menken und Frauke Vosteen.

Verkaufstisch reihte sich an Verkaufstisch. Unter der Last von Kinderkleidung und Spielzeug begannen sich die ersten der mitgebrachten Klapptische bereits unheilvoll nach unten zu biegen. Auch den Flur und einen Klassenraum belegten die 41 Verkäufer. Hundert Meter Verkaufsfläche hatte der Schulförderverein untergebracht.

Mütter, Kinder und auch Väter bewiesen ihr Talent beim knallharten Handeln. Die Schülerin Johanna Lüschen mauserte sich zur besonders eifrigen Verkäuferin. „Die Kinder wollten unbedingt zum Flohmarkt und haben die Sachen für unseren Stand zu Hause schon alle selbst zusammengesucht“, berichtete die Schulelternratsvorsitzende Yvonne Lüschen.

Der Neerstedter Kinderflohmarkt ist zurzeit der einzige in der Gemeinde Dötlingen. „Die Kleiderbörse vom Brettorfer Kindergarten ging in diesem Frühjahr zum letzten Mal über die Bühne“, wusste Menken. Die Brettorfer Organisatorinnen hatten zuletzt in der Elternschaft des Kindergartens zu wenige Helfer gefunden. Immerhin hängt an der Vorbereitung eines Flohmarktes auch einiges an Arbeit dran: Unter anderem müssen die Anmeldungen entgegengenommen und die Standflächen ausgemessen werden.

Strahlende Gesichter bei Verkäufern und Organisatorinnen 

Ein Kunststück ist es jedes Mal, bei kurzfristigen Änderungen oder Absagen aus Krankheitsgründen am Ende doch noch alles so hinzukriegen, dass es passt. Eine Sache für sich ist wiederum die Cafeteria mit dem Verkauf von selbst gebackenen Kuchen und Muffins. Denn ohne eine kleine Stärkung zwischendurch ist ein Flohmarkt für die Verkäufer, aber auch für die Schnäppchenjäger völlig undenkbar. Die Cafeteria hatte Jessica Roschinski organisiert. Für Kuchenspenden hatte der Förderverein in allen Klassen geworben.

Strahlende Gesichter waren angesichts des Flohmarktgetümmels nicht nur bei den Verkäufern, sondern auch an den Organisatorinnen zu sehen. „Ihr drei habt ein ganz großes Lob verdient“, richtete sich Lüschen an Menken, Vosteen und Roschinski. Geplant ist, die Veranstaltung zu einer festen Institution werden zu lassen. Nach einer Terminüberschneidung im vergangenen Jahr weiß der Förderverein mittlerweile: „Man sollte darauf achten, dass das Datum nicht mit einem der Kinderflohmärkte in Wildeshausen kollidiert.“

Dennoch nahm der Verein schon im vergangenen Jahr durch die Standgebühren und die Cafeteria rund 400 Euro ein, informierte Kassenwartin Daniela Vosteen. Und das Geld kommt der Schule zugute. In diesem Schuljahr beteiligt sich der Verein unter anderem an einer Tischtennisplatte, die fest auf dem Schulhof installiert werden soll. Die Kosten der Reparatur der Schulfahrräder für den Verkehrsunterricht wurden auch übernommen.

Menken berichtete: „Für ihre eigenen Wünsche können die Schüler eine Zettelbox nutzen. Die Schulleitung klärt dann gemeinsam mit dem Förderverein ab, was davon umgesetzt werden kann.“

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