Elternvertreter wagen einen Vorstoß

Längere Betreuungszeiten und eine Krippe in Brettorf?

Leitung und Elternvertreter der Brettorfer Kita „Filibuster“ diskutierten am Donnerstag mit den Liberalen über die derzeitige Situation der Einrichtung. - Foto: Schneider

Brettorf - Die Situation im kommunalen Kindergarten „Filibuster“ in Brettorf ist derzeit Thema bei den Parteien. Am Donnerstag informierten sich die Liberalen vor Ort, Freitag ist die SPD-Fraktion zu Gast, um sich ebenfalls ein Bild zu machen. Konkret geht es um die Erweiterung des Angebotes. Die Elternvertreter sehen nicht nur den Bedarf für längere Öffnungszeiten, sondern wünschen sich zudem eine Betreuung für Kinder ab einem Jahr. So könne auch der Erhalt der Einrichtung gesichert werden.

Die Zahlen sind rückläufig. derzeit wird die Kita von 25 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen besucht, ausgelegt war sie ursprünglich mal für 50. Den Grund für den Rückgang sehen die Elternvertreter zum einen darin, „dass viele gar nicht wissen, dass in Brettorf auch Kinder ab zwei Jahren aufgenommen werden“. Zum anderen sei eine fehlende Krippe ursächlich, die die Kindergärten in Dötlingen und Neerstedt haben. „Und geht ein Kind erst einmal dort zur Krippe, besucht es da auch den Kindergarten“, meinen Annette Vosteen, Katrin Freese und Renate Steenken. Die Elternvertreter machen sich Sorgen um den Erhalt der Brettorfer Einrichtung und haben sich deshalb an die Parteien gewandt.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Claus Plate gestand ein, dass die Kitas in Dötlingen und Neerstedt in den vergangenen Jahren an Attraktivität gewonnen hätten und Brettorf etwas vernachlässigt worden sei. Er fragte nach dem Bedarf und auch den Voraussetzungen, die für eine Krippe notwendig sind. Laut Kita-Leiterin Gudrun Löhlein gibt es Möglichkeiten, die Einrichtung so anzupassen, dass eine Betreuung von Kindern ab einem Jahr angeboten werden könnte. „Anfragen von Müttern mit so kleinen Kindern bestehen ebenfalls. Nur aufnehmen dürfen wir sie nicht“, bedauerte sie. Bedarf sehen auch die Elternvertreterinnen. „Die Krippen in Neerstedt und Dötlingen sind voll. Wir wissen von Eltern, die sich Sorgen machen keinen Platz zu bekommen, nach Wildeshausen ausweichen oder sich Tagesmütter suchen“, berichteten sie.

Um den Belangen der Eltern gerecht zu werden, seien zudem längere Betreuungszeiten sinnvoll. Derzeit gibt es eine Sonderöffnung bis 15 Uhr. Gewünscht sind eine Betreuung bis 17 Uhr sowie ein Frühdienst ab 7 Uhr. „Denn manche Eltern haben einfach lange Wege bis zur Arbeit“, ergänzte Löhlein. 

ts

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