Gemeinde veräußert weitere Flächen

„Neerstedt-Süd“: Jetzt ist nur noch gut ein Hektar frei

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Im Gewerbegebiet „Neerstedt-Süd“ sind die nächsten zwei Grundstücke veräußert, auf einem wird bereits gebaut (kleines Bild). Mittlerweile existiert dort ein bunter Branchenmix – vom Landmaschinenhandel bis hin zur Pilzzucht.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Das Gewerbegebiet „Neerstedt-Süd“ hatte so seine Anlaufschwierigkeiten. Die ersten Jahre tat sich kaum etwas. Nun, rund ein Jahrzehnt nach der Ausweisung, ist ein Großteil der Fläche veräußert. Vor kurzem haben sich die Firma Alberts-Allradtechnik sowie Hans-Georg Tonne Grundstücke gesichert, auf denen nun Hallen entstehen sollen.

„In dem Gebiet ist auf jeden Fall Bewegung drin“, freut sich Bürgermeister Ralf Spille über den Verkauf der beiden Flächen. Derzeit stünde nur noch ein guter Hektar zur Verfügung. Allerdings gibt es laut dem Verwaltungschef zwei weitere Anfragen. Sollte es auch da einen positiven Abschluss geben, wird es langsam eng mit zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen.

Tonne hat in Neerstedt-Süd knapp 5.000 Quadratmeter erworben, auf denen auch bereits gebuddelt wird. Entstehen soll zunächst eine 40 mal 20 Meter große Halle, die er an Betriebe vermieten möchte, die keine eigene oder zu wenig Fläche haben. Verschiedene Nutzungsvarianten seien denkbar – vom Lager und Abstellraum bis hin zu Ausstellungsmöglichkeiten. „Es gibt Anfragen, aber derzeit noch nichts Konkretes“, teilt Tonne mit. Der Neerstedter Investor hofft, dass die Halle Anfang kommenden Jahres steht. „Dafür muss natürlich das Wetter mitspielen.“

Nils Alberts wartet hingegen auf freie Kapazitäten der Baufirma. Mit seinem Allradtechnik-Betrieb möchte er innerhalb des Ortes umziehen – vom Gewerbegebiet „Auf dem Brink“ nach Neerstedt-Süd. Dort hat er vor sechs Wochen eine 2 200 Quadratmeter große Fläche am Wendehammer gekauft, „auf der am liebsten schon seit gestern gebaut wird“, sagt er.

Das Unternehmen, das Allrad-Fernreisemobile sowie Sonderfahrzeuge, wie sie für Expeditionen oder Rallyes benötigt werden, fertigt, ausstattet und repariert, hat Alberts 1994 gegründet. Seinen Sitz hatte die Firma einst in Stuhr. „Aus Platzgründen sind wir dann nach Neerstedt umgezogen“, berichtet er. Aber auch die jetzigen 400 Quadratmeter reichen nicht mehr aus. „Wir sind weiter gewachsen und müssen uns deshalb nun auch räumlich vergrößern“, sagt Alberts.

Hallenbau soll im Frühjahr starten

Am neuen Standort ist eine 800 Quadratmeter große Halle geplant. Der Bau soll nach Möglichkeit im Frühjahr starten. Das neue Gebäude soll dann ausreichend Platz bieten, um gleichzeitig an mehreren Fahrzeugen arbeiten sowie weitere Ersatzteile lagern zu können. Momentan sind vier Mitarbeiter beim Allradtechnik-Unternehmen beschäftigt. Weitere Einstellungen seien nach der Vergrößerung möglich, so der Firmenchef.

Die Flächen in dem Gewerbegebiet zwischen der Landesstraße 872 und der Kreisstraße 237 galten lange als „Ladenhüter“. Über Jahre war „Alternative Energien“ die einzige dort ansässige Firma. Dies änderte sich vor drei bis vier Jahren. Mittlerweile sorgen auf dem gut sieben Hektar großen Areal mehr als zehn Betriebe für einen bunten Branchenmix. 

Das Spektrum reicht vom Maler über den Kunststoff-Spezialisten bis hin zum Bio-Edelpilzzüchter. Heimische Unternehmen wie die Handelsgesellschaft Hatiba und die Tiefbaufirma Robopfahl siedelten sich ebenso an wie auswärtige Betriebe, darunter der Landmaschinenhändler Claas Weser Ems.

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