Sieben Privatgärtner öffnen am 3. Oktober ihre Pforten 

Grüne Oasen mit individuellem Charme

Zeigen den Besuchern am 3. Oktober grüne Oasen: Nicole und Markus Kulbach (vorne) sowie Bernd Voss, Olaf Schachtschneider, Martina Suhrkamp, Anke Dunker-Bureck, Karl-Heinz und Margrit Krüger, Jutta Meyer, Heinz Werner und Christa Tönjes sowie Irmgard Voss-von Stebut (v.l.). - Fotos: Schneider

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Wässern, wässern und nochmals wässern – so lautet derzeit die Devise der Privatgärtner der Dötlinger Gartenkultour. Angesichts der langen Trockenheit warten alle auf Regen. „Den benötigen wir dringend“, sind sie sich einig. Am 3. Oktober können allerdings auch sie darauf verzichten. Denn dann öffnen sie von 11 bis 18 Uhr im Rahmen des Herbstaktionstages der Gartenkultour ihre Pforten für die interessierte Öffentlichkeit. Insgesamt sieben private grüne Oasen sind dabei – und jede hat ihren ganz eigenen Charme.

Der „Wandelgarten“ der Familie Kulbach in Aschenstedt (Aschenstedter Straße) steckt voller Details. Blickfang ist zwar der 24 Meter lange Teich, an dem es sich herrlich chillen lässt, unter anderem auf der neuen Terrasse. Wer genauer hinschaut, kann aber an fast jeder Ecke besondere Kleinigkeiten entdecken – von individuellen Wegweisern über die „Spatzenheimat“ bis hin zu kleinen Figuren zwischen Farnen und Funkien. Ein kleines Wäldchen lädt mit seinen Pfaden zum Spaziergang ein. Dort können die Besucher auch rasten oder sogar musizieren. Denn Kulbachs haben ein Holzxylophon gebaut.

Erstmals in diesem Jahr öffnen Irmgard Voss-von Stebut und Bernd Voss ihren „Bäumegarten“ am Rahmanns Weg 5 in Hockensberg für Besucher. Ihren Namen hat die Oase nicht ohne Grund. Denn dort findet sich eine Vielzahl an mächtigen Riesen. Die Bandbreite reicht von Ahorn, Buche und Eiche bis hin zu Exoten, beispielsweise der Blauglocken- oder der Losbaum. „Neu sind eine raffinierte Weide und Ebereschen mit silberfarbenen Blättern“, sagt Irmgard Voss-von Stebut, die alle Besucher auffordert, Tüten oder Körbe mitzubringen. „Denn die Obstbäume tragen wie verrückt.“

Zu den Publikumslieblingen der Dötlinger Gartenkultour zählt seit Jahren der „Stein- und Wassergarten“ der Familie Krüger in Simmerhausen (Am Kürk). Dort ist während der Aktionstage schon fast eine Völkerwanderung zu erleben. Die Besucher verteilen sich aber recht gut über das rund 8 000 Quadratmeter große Areal, auf dem sich unter anderem sechs Teiche, 80 Nistkästen und Insektenhotels sowie viele lauschige Sitzecken befinden. Zu den Hinguckern gehören der „Flaschenbaum“, der aus mehr als 200 Schinkenhäger-Flaschen besteht, altes Handwerksgerät und Zinkwannen sowie das Backhaus. „Kurioserweise blühen derzeit die ,Sieben-Söhne-des-Himmels´ und auch die Rosen“, berichtet Karl-Heinz Krüger. Während die Erwachsenen alles in Ruhe erkunden, kann sich der Nachwuchs auf dem kleinen Spielplatz vergnügen.

Als einen Ort der Entspannung, der Begegnung und des Austausches betrachtet Anke Dunker-Bureck ihren Garten am Stedinger Weg 18 in Barel. Sie möchte alle Sinne der Besucher ansprechen. Deshalb gibt es nicht nur viel zu sehen. Interessierte können auch über den Barfußpfad schreiten, sich an der Klanginsel Zeit zum Lauschen nehmen und an den vielen dort wachsenden Kräutern schnuppern.

Im Herzen Dötlingens (Karkbäk 3) ist der Bauerngarten von Jutta und Karl-Heinz Meyer geöffnet. Er ist quasi zweigeteilt. Auf der einen Seite des Gebäudes wachsen Gemüse, Obst und Kräuter. „Dort ernte ich gerade“, berichtet Jutta Meyer. Auf der anderen Seite erstreckt sich ein kleiner Park mit Seenlandschaft. Besucher sollten dort innehalten und den Blick über den Steg, die große Linde und die Stauden am Ufer schweifen lassen.

Am Rande der Gemeinde Dötlingen können Interessierte zudem den Hofgarten Suhrkamp in Sandhatten (Haferkampfstraße 14) sowie die „Stauden-Oase“ von Christa und Heinz Werner Tönjes in Bergedorf (Zur Feldhorst 11) besuchen. In beiden Gärten blüht es derzeit ordentlich.

Wer bereits bei den Aktionstagen im Mai und Juni einen „Garten-Button“ erworben hat, sollte diesen mitbringen. Alle anderen zahlen einmalig fünf Euro und haben dann Zugang zu allen sieben Privatgärten.

www.doetlinger-gartenkultour.de

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