Beratungen zur Bebauungsplan-Änderung: CDU nimmt Campingplatzbauten unter die Lupe

Gepflegt, gemütlich, aber unzulässig

Mit Betreiber Gerd Aschenbeck und Bauamtsleiter Uwe Kläner (Zweiter und Dritter v.l.) machten sich die CDU-Vertreter ein Bild von den Bauten auf dem Campingplatz Aschenbeck, die sich im Lauf der Jahre verselbstständigt haben. - Fotos: Schneider

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Schön, gemütlich und gepflegt sieht es aus – das rote Holzhaus mit der kleinen Veranda und dem Gartenteich davor. Doch es gibt einen Haken. Dort wo es steht, auf dem Campingplatz Aschenbeck in Dötlingen, ist es baurechtlich nicht zulässig. Und es ist bei Weitem nicht die einzige „Hütte“, die mit der jetzigen Vorordnung nicht konform geht.

Um für geregelte Verhältnisse zu sorgen und um zu verhindern, dass sämtliche Bauten abgerissen werden müssen, hat die Politik die Änderung des Flächennutzungs- sowie des Bebauungsplanes angeschoben (wir berichteten). Der Rat muss nun entscheiden, was auf dem Areal künftig erlaubt sein soll und was nicht. Um sich ein besseres Bild machen zu können, besuchte die CDU-Fraktion am Freitagmorgen den Platz und informierte sich bei Betreiber Gerd Aschenbeck und Bauamtsleiter Uwe Kläner.

Aschenbeck selbst begrüßt das Planverfahren. „Es bringt Rechtssicherheit“, sagt er. Auch die betroffenen Dauercamper – immerhin weit mehr als 100 – stünden dem Vorhaben positiv gegenüber. Sie hätten schließlich mit Besorgnis das Geschehen in Aumühle verfolgt. Dies bestätigte Kläner. Nachdem der Landkreis Oldenburg dort wegen diverser Missstände den Rückbau angeordnet hatte, hätten im Dötlinger Bauamt die Telefone zeitweise nicht stillgestanden. „Die hiesigen Dauercamper wollten wissen, ob sie die nächsten sind, die abreißen müssen“, berichtete Kläner.

Die Antwort lautet vermutlich „Jein“. Die meisten Bauten könnten nach dem derzeitigen Entwurf, der vergangene Woche während der Bauausschuss-Sitzung diskutiert wurde, nachträglich gesichert werden, ein paar Gebäude sind aber dermaßen ausgeufert, dass sie wahrscheinlich zurückgebaut werden müssen. Absolut unzulässig sollen Massivbauten sein. Was unter diesen Begriff fällt, soll der Rat auf Wunsch des Landkreises detailliert definieren. „Und jetzt sehe ich auch, warum“, sagte der Fraktionsvorsitzende Willi Niehoff angesichts der ganz unterschiedlichen Bauten. Von kleinen Gartenhütten über Carports und Anbauten an den Wohnwagen bis hin zum ausgewachsenen Wochenendhaus reicht das Repertoire. Bewegt werden kann hier kaum mehr etwas, auch wenn dies die Verordnung vorschreibt. Vieles ist aus Holz. Gemauertes ist unzulässig und soll es auch bleiben. „Die Materialien Beton und Stahl wollen wir ebenfalls ausschließen“, so Niehoff.

Derzeit beschäftigt die Ratsmitglieder auch die Frage nach der Größe. Eine Höhenbeschränkung muss her, meinen sie. Zudem sollen pro 100-Quadratmeter-Platz nur 60 Quadratmeter bebaubar sein. Wie Kläner mitteilte, habe der Landkreis hierfür während eines kürzlich geführten Gesprächs auch sein Einverständnis signalisiert. Beschränken möchten Verwaltung und Politik zudem die Anzahl der Plätze pro Camper – auf maximal zwei. Darüber dürfte nicht jeder glücklich sein. Die CDU-Mitglieder blickten am Freitag beispielsweise auf eine aus vier Plätzen bestehende Parzelle, die eifrig bebaut wurde.

Wie die anderen Fraktionen wird nun auch die CDU „in sich gehen“. „Wir haben nun aber gesehen, worüber wir sprechen“, sagte Niehoff.

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