Tag des offenen Denkmals: Aktionen in der Kirche und der Müller-vom-Siel-Kate

Fünf Führungen und ein Konzert in altem Gemäuer

Thea Freiberg vom Gästeführerteam, Posaunenchorleiter Manfred Rose, Pastorin Claudia Hurka-Pülsch sowie Organist und Chörchen-Leiter Markus Häger (v.l.) freuen sich auf die Aktionen am Tag des offenen Denkmals. - Foto: Schneider

Dötlingen - „Gemeinsam Denkmale erhalten“ lautet am Sonntag, 11. September, das Motto des bundesweiten Tages des offenen Denkmals. In Dötlingen gibt es so manches erhaltenswertes Gebäude. Einige stehen während des Aktionstages im Fokus, sind Ziele von Gästeführungen und Ausstellungsorte für Künstler. Zudem ist ein Konzert geplant.

Das Dötlinger Gästeführerteam bietet insgesamt fünf Veranstaltungen an. Drei Führungen sind der Müller-vom-Siel-Kate am Rittrumer Kirchweg gewidmet. Interessierte können sich ab 11, 13 sowie ab 15 Uhr von Ingrid Kuhlmann über die Sanierung des Lehmschuppens durch die Dötlingen Stiftung informieren lassen. 

Einst betrieb der Maler Georg Müller vom Siel in dem Fachwerkgebäude von 1887 eine Malschule. Lange Zeit stand das Gebäude leer. Die Stiftung restaurierte es und nutzt die Kate nun für Ausstellungen, Workshops und weitere kulturelle Veranstaltungen. Derzeit zeigt dort die Künstlerin Talea Luitjens ihre Arbeiten. Die Führungen dauern jeweils eine halbe Stunde und sind kostenlos. Die Kate ist durchgängig von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer bereits am Rittrumer Kirchweg ist, sollte die Gelegenheit nutzen und sich auch das Heuerhaus ansehen, das die Galerie und ein Café beherbergt. Das 1816 aus Eichen-Fachwerk in Zweiständerbauweise errichtete Gebäude ist vor einem guten Jahrzehnt von der Dötlingen Stiftung saniert worden.

Geöffnet hat am Sonntag natürlich auch die St.-Firminus-Kirche. Dort bietet Gästeführerin Gisela Beier zwei rund 45-minütige Touren mit allerlei Wissenswertem über das Gotteshaus, das dem Missionar Firmin geweiht ist, an. Sie beginnen um 12 sowie um 14 Uhr und sind ebenfalls kostenlos. Die Feldsteinkirche wird in einem Schriftstück aus dem Jahr 1270 erstmals erwähnt, ist aber um einiges älter. 

Zu den Besonderheiten gehören die Empore sowie das Altarbild. Es zeigt im unteren Bereich das Heilige Abendmahl. Das ovale Mittelbild stellt Gottesdienstszenen dar und wirkt wie ein Spiegel. Beier wird Näheres dazu erläutern.

In der Dötlinger Kirche ist ab 17 Uhr auch der Abschluss des Tages des offenen Denkmals geplant. Dann gestalten das Chörchen unter der Leitung von Organist Markus Häger und der Posaunenchor unter der Leitung von Manfred Rose ein gemeinsames Konzert. Jede Gruppe wird acht bis neun Stücke spielen und singen. 

Das Chörchen bringt unter anderem zwei Volkslieder-Medleys, ein altenglisches Lied sowie einen afrikanischen Friedensgruß zu Gehör. Der Posaunenchor stimmt ein barockes Werk von Jean-Baptiste Lully, aber auch zwei Kompositionen an, die beim evangelischen Posaunentag in Dresden den zweiten und dritten Preis gewonnen haben. Zudem wird während des Konzertes die Kirchenorgel erklingen. Eintritt wird nicht erhoben, Spenden sind aber willkommen.

ts

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