Gemeinsame Nutzung eines Elektroautos

Förderantrag: E-Car-Sharing in Dötlingen geplant

Der Landkreis plant, das Modell „Zoe“ von Renault anzuschaffen. - Foto: dpa

Dötlingen - Von Phillip Petzold. „Wi helpt di“, der Gemeinde Dötlingen sowie Dötlinger Vereinen und Bürgern soll ab kommendem Frühjahr ein Elektroauto zur Verfügung stehen. Voraussetzung ist, dass der entsprechende Förderantrag des Landkreises durch das Bundesumweltministerium genehmigt wird.

Ab April soll die Gemeinde Dötlingen über ein Elektrofahrzeug verfügen. Einen entsprechenden Förderantrag reicht der Landkreis bis Ende dieses Monats beim Bundesumweltministerium ein. Der Wagen soll an zwei Tagen in der Woche dem Verein „Wi helpt di“ zur Verfügung stehen, damit die Ehrenamtlichen ihre Arbeit nicht mehr mit ihren privaten Fahrzeugen erledigen müssen, für das sie schließlich das Haftungsrisiko tragen. So könnten sie mit dem E-Auto künftig Einkäufe machen und zu Arztterminen fahren.

Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Sozialarbeiter in der Gemeinde das Fahrzeug für die Flüchtlingbetreuung einsetzen. Doch auch Dötlinger Verbände und Vereine sollen von der Anschaffung profitieren und das Auto nutzen können. „Privatpersonen können Probefahrten mit dem Fahrzeug machen“, sagte Ina Schäfer von der Gemeindeverwaltung Dötlingen.

Carport mit Ladestation für E-Bikes

Zu dem Konzept gehört auch die Errichtung von Solar-Carports mit einer Ladestation für E-Autos und -Fahrräder. Der Unterstand soll voraussichtlich am Rathaus in Neerstedt entstehen. Die in den mit LEDs beleuchteten Carport integrierte Station für E-Bikes sieht einen Ladeschrank mit drei Schließfächern für Fahrradakkus sowie drei Bügel vor, an denen die Räder angeschlossen werden können.

Konzept aus 277 Vorschlägen ausgewählt

„Das ganze Paket aus Elektromobilität, erneuerbaren Energien und Bürgerautos hat wohl beim Ministerium Zuspruch gefunden“, so Manuela Schöne vom Landkreis Oldenburg. Insgesamt 277 Konzepte waren beim Bundesumweltministerium eingegangen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir ausgewählt wurden“, sagte Schöne. Das Projekt des Landkreises Oldenburg gehört zu den etwa zehn Prozent, der für die Förderung ausgewählten. Insgesamt sollen sieben Elektroautos für den Landkreis angeschafft werden. Vorgesehen ist, dass eines von ihnen über die Straßen der Gemeinde Dötlingen rollt.

„Wir hoffen bis Ende des Jahres auf eine Entscheidung des Umweltministeriums, sodass das Projekt Anfang April starten kann“, erzählte Schöne weiter. Die Kosten für das Vorhaben betragen voraussichtlich 540.000 Euro. Wird der Förderantrag genehmigt, übernimmt der Bund 80 Prozent, sodass auf den Landkreis und die Gemeinden noch 110.000 Euro entfallen. Dötlingens Anteil würde dann etwa 19.000 Euro betragen.

„Die Projekte werden drei Jahre lang gefördert“, erläuterte Schöne. „Aber der Zuschuss für den investiven Anteil zu Beginn ist am wichtigsten.“ Nach Abschluss des Förderzeitraums im Jahr 2020 soll die Maßnahme evaluiert werden.

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