Erstes Treffen von „KuKuTo“/Initiatoren wünschen sich noch stärkere Beteiligung von Politik und Gastronomie zur Verbesserung der Kommunikation

Neuer Stammtisch als Ideenwerkstatt und Möglichkeit zum Austausch

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Zu dem neuen Stammtisch „KuKuTo – Kunst, Kultur, Tourismus“ hatten Anne Hollmann (l.) und Gertje Kollmann (vorne r.) eingeladen.

Dötlingen - Wo steht Dötlingen in fünf Jahren? Und gibt es in zehn Jahren genügend engagierten Nachwuchs, der sich um Dötlingens kulturelles Erbe kümmert? Solche und ähnliche Fragen diskutierten am Mittwochabend im Schützenhof „Unter den Linden“ die Teilnehmer des neuen Stammtischs „KuKuTo – Kunst, Kultur und Tourismus“, zu dem die Galeristinnen Anne Hollmann und Gertje Kollmann erstmals eingeladen hatten.

In der offenen Runde sollen alle möglichen Themen auf den Tisch kommen. Der Stammtisch soll ebenso Ideenwerkstatt wie Möglichkeit zum Austausch sein. Dabei möchten Hollmann und Kollmann gerne verschiedene Akteure mit ins Boot holen. Die Kommunikation zwischen Kulturschaffenden, Gastronomen und Politikern in der Gemeinde Dötlingen soll so verbessert werden.

„Mit vielen, die heute hier sind, haben wir schon öfter darüber diskutiert, dass wir uns als Kulturschaffende von der Politik manchmal etwas vernachlässigt fühlen“, begrüßte Hollmann die Gäste. Deshalb freute sie sich besonders, dass mit Anne-Marie Glowienka (CDU) eine Ratsfrau die Runde bereicherte. Von der Gemeindeverwaltung war Mona Moikow gekommen, die im Rathaus für den Bereich „Kultur und Tourismus“ zuständig ist. „Das freut mich auch sehr“, betonte Hollmann. „Dennoch hätte ich mir von Politik und Gastronomie noch mehr Resonanz auf diesen ersten Stammtisch gewünscht.“ Gemeinsam müsse daran gearbeitet werden, das kulturelle Erbe Dötlingens nachhaltig zu bewahren – immerhin sei das Dorf mithilfe der Dötlingen-Stiftung auch Euro-Art-Standort geworden.

Beginnen soll der Stammtisch immer mit einem kleinen Vortrag. Diesmal hatten Olaf Schachtschneider und Kollmann je eine Präsentation ihrer „Schottischen Geschichten“ vorbereitet. So genossen die Teilnehmer Bilder und Erlebnisse von der Schottland-Fahrt, die einige Gartenkultour-Mitglieder im September unternommen hatten. Ziel der fünftägigen Reise mit verschiedenen Stationen in Holland, England und Schottland war es vor allem, Anregungen für die Verschönerung des eigenen Dorfes mit nach Hause zu nehmen – in Sachen Gärten, Kultur und Tourismus.

So lieferte Schachtschneiders Vortrag beispielsweise Material für die Diskussion von Beschilderungen und Straßenplänen. „Ansprechend fand ich während unserer Reise Beschilderungen mit viel Bildmaterial und wenig Text“, meinte der Aschenstedter. Gerti Essing stimmte ihm zwar zu, hielt aber gleichzeitig dagegen, dass beispielsweise die auf der Beschilderung zum Huntepadd präsentierten Informationen für sie unverzichtbar seien.

Aufsehen erregte auch das Foto eines auf der Reise entdeckten Stadtplans im Schaukasten. „Diesen fanden wir in einem 5000-Seelen-Ort“, so Schachtschneider. Dort stand direkt neben dem kunstvoll gestalteten Schaukasten ein Automat, an dem Touristen den Stadtplan auch in kleiner Version ziehen konnten. „Eine Superidee“, meinte der Vorsitzende des Vereins Dötlinger Gartenkultour. „So hat man für die Entdeckungsreise gleich etwas in der Hand – und für zu Hause ein Erinnerungsstück.“

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