Polizei schätzt Schaden auf rund 120.000 Euro

Bauernhaus ist nach Brand unbewohnbar

Dachstuhlbrand in Aschenstedt – 110 Feuerwehrleute im Einsatz
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Dachstuhlbrand in Aschenstedt – 110 Feuerwehrleute im Einsatz

Aschenstedt - Das ganze Ausmaß der Schäden war erst am Morgen bei Tageslicht zu sehen: Der Dachstuhl des Bauernhauses an der Straße „Zum Sande“, das am Dienstagabend in Flammen gestanden hatte (wir berichteten schon gestern kurz), ist zur Hälfte zerstört, eine Wohnung im Obergeschoss stark beschädigt, das gesamte Gebäude unbewohnbar.

Die Polizei schätzte den Schaden gestern auf rund 120.000 Euro. Die Ursache des Brandes ist hingegen noch unklar. Die Beamten haben die Ermittlungen aufgenommen. Fünf Stunden lang haben die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot gegen die Flammen gekämpft. Insgesamt waren 135 Feuerwehrmänner und -frauen mit 18 Fahrzeugen vor Ort. Hinzu kamen knapp 20 Kräfte der Schnell-Einsatz-Gruppe und des Rettungsdienstes. Laut Polizei war der Brand um 18.45 Uhr in der Obergeschoss-Wohnung ausgebrochen und hatte dann auf den Dachstuhl übergegriffen. Neben den Ortswehren Dötlingen, Neerstedt und Brettorf waren auch die Einsatzkräfte aus Wildeshausen zu dem Gebäude zwischen Aschenstedt und Dötlingen gerufen worden. Als die Brandschützer eintrafen, schlugen schon Flammen aus dem Dach. Wie Jannis Wilgen, Pressewart der Feuerwehren in der Gemeinde Dötlingen, mitteilt, gestalteten sich die Löscharbeiten wegen der frostigen Temperaturen schwierig. Zum einen musste der in der Nähe gelegene zugefrorene Löschteich erst einmal aufgesägt werden, ehe Wasser entnommen werden konnte.

Zum anderen wurde es am Einsatzort durch das überfrierende Löschwasser schnell glatt, was zu einem erhöhten Unfallrisiko führte. Auf dem Areal musste deshalb Streusalz verteilt werden. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers nicht im Gebäude. Allerdings wurden die Pferde in einem angrenzenden Stall mit baulicher Verbindung zum Wohnhaus vorsorglich in Sicherheit gebracht – auch wenn für sie dank einer Brandmauer keine Gefahr bestanden habe. Der Stall wurde von den Flammen ebenso verschont wie ein Großteil des Gebäudes. Den Dachstuhl konnten die Einsatzkräfte allerdings nur zur Hälfte retten. „Wir haben umgehend mehrere Trupps unter Atemschutz im Innen- und Außenangriff eingesetzt“, berichtet Wilgen. Zudem wurden die Flammen über die Drehleiter der Feuerwehr Wildeshausen bekämpft. Der Innenangriff habe zwischenzeitlich jedoch aufgrund der fortgeschrittenen Brandintensität unterbrochen werden müssen. Unterstützung gab es von der Feuerwehr Großenkneten, die ebenso wie die Schnell-Einsatz-Gruppe der Malteser aus Wildeshausen und der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ganderkesee nachalarmiert wurde.

Im weiteren Verlauf konnten so mehr als 20 Atemschutztrupps von Innen gegen die Flammen vorgehen. Als effektiv bezeichnet Wilgen auch die Nutzung mehrerer Wärmebildkameras und Rettungssägen. Kurz vor Mitternacht war der Einsatz beendet. Gerade für die drei Dötlinger Wehren war es ein langer Tag. Sie waren bereits am späten Mittwochvormittag zum Dötlinger Schullandheim alarmiert worden, wo nach Malerarbeiten die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. ts

Wohnhaus in Aschenstedt in Flammen

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