FDP beantragt längere Beleuchtungszeiten 

Bleibt es in Sommernächten weiterhin duster?

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Erst standen die Zeichen deutlich auf Ablehnung, dann einigten sich die Mitglieder des Umwelt- und Energieausschusses während ihrer Sitzung plötzlich doch darauf, das Thema „Straßenbeleuchtungszeiten“ noch einmal genauer zu betrachten und die Entscheidung zu vertagen.

Auslöser für die Diskussion war ein Antrag der FDP-Fraktion. Die Liberalen schlagen vor, die Straßenbeleuchtung auch in den Sommermonaten einzuschalten und die Brenndauer auszudehnen. Derzeit bleibt das Licht von Anfang Mai bis zum 1. September aus. In den Wintermonaten brennen die Laternen in der gesamten Gemeinde bis 24 Uhr, in den Orten Dötlingen sowie an drei Bushaltestellen in Nuttel, Ohe und Ostrittrum freitags und sonnabends bis 1 Uhr.

Laut der FDP sollten die Laternen montags bis donnerstags je nach Winter- oder Sommermonat bis 24 beziehungsweise bis 1 Uhr eingeschaltet sein. Für freitags bis sonntags sei eine Beleuchtungszeit bis 2 Uhr angemessen. Gerade in Dötlingen seien in den Sommermonaten viele Touristen unterwegs, die den Abend in den Gastwirtschaften ausklingen lassen und „noch einen Verdauungsspaziergang“ unternehmen. „Gastwirte berichteten uns, dass aufgrund der einbrechenden Dunkelheit immer wieder Gäste die Orientierung verlieren“, heißt es in dem Antrag.

Umrüstung auf LED in weiteren Ortschaften

Das Geld, dass die Gemeinde nun durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED spare, könnte in längere Beleuchtungszeiten investiert werden, schlug Wieland Garms (FDP) während der Sitzung vor. Das sah Insa Huck (SPD) etwas anders: „Eingesparte Gelder muss man nicht direkt wieder ausgeben.“ Abgesehen davon, erschließe sich den Sozialdemokraten die Notwendigkeit für eine längere Beleuchtungszeit nicht. Auch die CDU sieht nicht unbedingt Bedarf – „schon gar nicht in den Außenbezirken, in denen nachts kaum jemand zu Fuß unterwegs ist“, sagte Beate Wilke (CDU). Zudem könnte es bei Anliegern auf Unmut stoßen, wenn Laternen vor ihren Häusern plötzlich bis 2 Uhr nachts brennen.

Dennoch gab es im Ausschuss Überlegungen, ob es sich lohnt, einmal durchzurechnen, welche Kosten entstehen würden. Momentan wird für eine Stunde Brenndauer mit 6,50 Euro kalkuliert. Allerdings stammt dieser Wert aus dem von der EWE erarbeiteten Energiebericht, und dieser ist fast zehn Jahre alt. Mittlerweile sind in Dötlingen und Neerstedt fast alle Leuchten auf LED umgerüstet, in Brettorf und Aschenstedt läuft der Wechsel. „Für 2017 sind die Ortschaften Klattenhof und Nuttel sowie die Bushaltestellen vorgesehen. Dann wären wir mit dem Thema durch“, sagte Bauamtsleiter Uwe Kläner.

Eine Alternative zu den von der FDP vorgeschlagenen Zeiten brachte schließlich Dirk Orth (Grüne) ins Spiel. Statt einer durchgängigen Beleuchtung im Sommer könnte man auch einfach den Abschaltzeitraum verkürzen und die Laternen beispielsweise schon ab August wieder brennen lassen. Eine Idee, über die man nachdenken sollte, meinte Bürgermeister Ralf Spille. Denn in lauen Sommernächten seien doch, auch zu späterer Stunde, so einige Einwohner unterwegs. Das Thema kommt damit im nächsten Umwelt- und Energieausschuss wieder auf den Tisch.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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