Steuerungsgruppe trifft sich bei Georg Hennig

Rollstuhlbasketball: Weichenstellung in Nienburg

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Steuerungstrio mit Vorsitzendem: Georg Hennig (vorne), Norbert Kucera, Ulf Mehrens und Peter Richarz (dahinter, v.l.).

Nienburg - von Leif Rullhusen. Rollstuhlbasketball wird immer populärer. Das deutsche Nationalteam spielt in der Weltspitze und füllt mühelos ganze Sporthallen mit Zuschauern. Selbst das Fernsehen hat den spannenden und schnellen Ballsport entdeckt.

Hinter den Kulissen ist ein Nienburger maßgeblich mitverantwortlich für den Erfolg. Georg Hennig – er spielte selbst für Langenhagen in der Ersten und Zweiten Bundesliga sowie den TKW in der Regionalliga – leitet seit über 20 Jahren den Spielbetrieb des Fachbereichs Rollstuhlbasketball im Deutschen Rollstuhl-Sportverband. Zudem ist er Mitglied der Anfang dieses Jahres gegründeten dreiköpfigen Steuerungsgruppe, die sich um das operative Geschäft kümmert. „Die wachsende Popularität hat die Einführung einer Steuerungsgruppe erfordert“, erklärt Hennig. Zuvor lag diese Aufgabe ausschließlich auf den Schultern des Vorsitzenden Ulf Mehrens. Der Hamburger ist, wie das Steuerungsgruppen-Trio, ehrenamtlich tätig. Denn obwohl der Aufwand für Organisatoren sowie Spieler durchaus professionelles Niveau und Umfang erreicht haben, ist Rollstuhlbasketball ein reiner Amateursport.

Neben Georg Hennig vervollständigen Norbert Kucera aus Bonn und Peter Richarz aus Aumühle die Steuerungsgruppe, die sich einmal im Quartal mit dem Vorsitzenden Mehrens trifft, um die weitere Marschroute festzulegen. Das war in der vergangenen Woche in Nienburg, im Haus von Georg Hennig der Fall.

Obwohl die Köpfe des Deutschen Rollstuhlbasketballs mitten in den Vorbereitungen auf die im September in Rio stattfindenden Paralympics stecken, standen wichtige Weichenstellungen im Bereich der nationalen Ligen auf der Tagesordnung. Die Strukturen in den Regional-, Landes- und Einstiegsligen im Rollstuhlbasketball sollen neu sortiert werden. „Unser Ziel ist es, die Anfahrtswege zu den Spielen kürzer zu gestalten“, verdeutlicht Hennig. Deshalb denke man in der Steuerungsgruppe derzeit darüber nach, die Regionen neu zu ordnen. „Wir müssen für die Sportler ein Angebot schaffen, in dem sich jeder wiederfinden kann“, ergänzt Mehrens. Der ist übrigens auch noch Präsident des Rollstuhlbasketball-Weltverbandes. Und Peter Richarz ist sogar aktueller Weltmeister-Coach. Er trainiert das U 22-Rollstuhlbasketball-Nationalteam, das vor drei Jahren in einem packenden Finale gegen Schweden den WM-Titel holte.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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