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Rotarier in Rehburg-Loccum starten Mitmach-Projekt

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Von: Beate Ney-Janßen

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Rehburg-Loccums Rotarier vor einer Linde.
Rehburg-Loccums Rotarier Uwe Hinz, Eckhard Mai, Sabine Janssen, Gabriele Arndt-Sandrock, Kerstin Schnurre (mit Hund), Michael Täger, Lars Henze, Dieter Hüsemann und Patricia Chadde laden ein: „Finde die Linde!“ Sie haben bereits ein prächtiges Exemplar entdeckt. © Beate Ney-Janßen

„Finde die Linde“ ist ein Projekt des Rotary Clubs Rehburg-Loccum. Die Rotarier wollen rund ums Steinhuder Meer Lindenbäumen auf die Spur kommen.

Rehburg-Loccum - von Beate Ney-Janßen. Erste zarte grüne Knospen recken sich in diesen Tagen aus den Zweigen der Bäume. Für Patricia Chadde, Präsidentin des Rotary Clubs Rehburg-Loccum am Kloster, ein idealer Zeitpunkt, um ihr jüngstes Projekt zu starten. Mit „Finde die Linde“ will sie anregen, rund ums Steinhuder Meer Lindenbäumen auf die Spur zu kommen. Eine Aktion, die sich ausgezeichnet gerade in Corona-Zeiten umsetzen lässt, wie Chadde meint.

„Am Brunnen vor dem Tore, da stand ein Lindenbaum.“ Franz Schubert hat die Linde mit der Vertonung dieses Gedichtes für seinen Zyklus „Die Winterreise“ in aller Munde gebracht. Er wählte die Linde nicht von ungefähr. Unter Linden wurden schließlich schon in vorchristlicher Zeit Versammlungen abgehalten und so mancher Lindenbaum steht auch heute noch an exponierter Stelle.

Der Linde hat auch der Fotograf Michael P. Romstöck mit einem Buch nach einer Rundreise kreuz und quer durch Deutschland ein Denkmal gesetzt. Nur am Steinhuder Meer, dort ist er nicht gewesen, stellte Chadde beim Durchblättern fest. Und setzte sich mit ihm in Verbindung, damit sich das ändert.

Eine hohle Linde.
Ein Anwärter auf Fotos von Linden am Steinhuder Meer ist dieses hohle Exemplar – ein Naturdenkmal in einem Wäldchen bei Winzlar. © Beate Ney-Janßen

Romstöck wird nun kuratieren, was alle zusammentragen, die ein Jahr lang gemeinsam mit dem Rotary Club nach Linden Ausschau halten. Gesucht werden Fotografien von Linden, Gemaltes, Gezeichnetes, Neues und Historisches zu und über Linden, Rezepte mit Linden-Bestandteilen, Geschnitztes aus Lindenholz, Gedichte, Geschichten und Legenden. Die Aufzählung, sagt Chadde, lasse sich beliebig fortführen. Alles sei möglich – sofern ein Bezug zur Linde bestehe.

Ein erstes Beispiel für Linden führen die Rotarier in ihrer Gründungsstadt an: die Linden-Allee im Park der historischen Kuranlage „Romantik Bad Rehburg“, die schon 1880 von Badearzt Rudolf Michaelis lobend hervorgehoben wurde. Chadde hat aber auch an anderen Orten rund ums Meer Plätze ausfindig gemacht, an denen Linden eine Rolle spielen. Vom Gasthaus jenes Namens bis zum Naturdenkmal.

Lindenblätter an einer Linde.
Das erste zarte Grün sprießt aus den Zweigen von Linden – ein idealer Zeitpunkt, um mit dem Projekt zu beginnen. © Beate Ney-Janßen

Nach Bad Rehburg kommen alle diese Linden zum Ablauf des Projektes womöglich zurück: Beteiligen sich viele bei „Finde die Linde“, so der Plan der Rotarier, soll daraus eine Ausstellung im Kulturzentrum entstehen. Postkarten, ein Kalender oder ein Katalog sind ebenfalls angedacht.

Fundstücke zur Linde können auf der Homepage www.dielinde.net hochgeladen werden. Den Anreiz zum Mitmachen wollen die Rotarier noch erhöhen, indem sie altersgemäße Belohnungen für einzelne Beiträge ausloben. Weitere Fragen beantwortet Patricia Chadde unter Tel. 0160/3057636 – und hört sich auch gerne Linden-Geschichten an.

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