Rettungsleitstelle für Nienburg und Schaumburg soll März 2013 fertig sein

Richtfest für den Neubau

Nienburg - Von Katrin PliszkaNIENBURG/STADTHAGEN · Ergonomische Arbeitsplätze, moderne Technik und eine effektive Lösung für die Region: So hat Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier gestern beim Richtfest für die neue Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle die Vorzüge des Neubaus charakterisiert. Kohlmeier war einer von rund 70 Gästen aus Politik und Verwaltung beider Kreise, die den Festakt neben dem Kreishaus in Stadthagen verfolgten.

Jahnstraße 20 in 31655 Stadthagen lautet die Anschrift, unter der die Einsatzleitstelle ab März 2013 zu erreichen sein soll. Schaumburgs Kreispressesprecher Klaus Heimann zeigte sich gestern zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werde. „Wir liegen voll im Zeitplan“, bestätigte er.

Auch Karl Schmieding, Ordnungsamtsleiter in Schaumburg, freut sich über den schnellen Fortschritt der Arbeiten. Die Pläne für die gemeinsame Leitstelle haben die beiden Landkreise bereits seit 2008 geschmiedet. Im Januar 2011 erfolgte der erste Spatenstich.

Gestern war bereits ein stattlicher Rohbau zu sehen. Geplant sind auf insgesamt 250 Quadratmetern mehrere Räume. Dazu gehören die Leitstelle selbst, Leiter- und Überlaufplätze sowie Nebenräume wie beispielsweise Toiletten. Die Kosten sollen rund 3,1 Millionen Euro betragen.

„Als nächstes müssen die Fenster eingebaut werden“, sagte Heimann. „Dann folgen der Innenausbau und der Einbau der vielen Technik.“ Dazu gehört laut Schmieding unter anderem die Elektronik, Heizung, Klimaanlage, das Belüftungssystem sowie die IT-Technik. Ist alles fertig, sollen dort etwa 18 Mitarbeiter tätig sein.

Den Standort haben Nienburgs und Schaumburgs Kreisverwaltungen mit Bedacht gewählt: „Es macht Sinn, so eine zentrale Stelle bei der Kreisverwaltung anzudocken, zumal das Grundstück bereits vorhanden war“, ist Heimann überzeugt. Dass die Entfernung zu Nienburg nun größer wird, sei kein Problem. Technisch nicht, und auch sonst nicht, „da unsere Mitarbeiter über die entsprechende Nienburger Ortskenntnis verfügen“, betont Heimann. Bei der Zusammenlegung kommen Nienburger und Schaumburger Mitarbeiter zu gleichen Teilen an den neuen Standort. „Es wird niemand entlassen“, stellt Heimann klar.

Zwar würden insgesamt Stellen eingespart werden, doch das geschehe vor allem dadurch, dann man Verträge bereits Jahre vorab mit Blick auf diese Fusion zeitlich begrenzt habe, erklärt Kohlmeier. „Der Landkreis Nienburg hat den Entschluss mitgetragen. Wir sehen das als unverzichtbar an“, so Kohlmeier weiter. Allein in Nienburg hätte man so ein Projekt gar nicht schultern können, ist der Landrat überzeugt.

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen für die Verwaltungen liegt Kohlmeier aber auch der Aspekt der Verlässlichkeit am Herzen, die die gemeinsame Leitstelle für die Mitarbeiter und die Bürger biete. „Wir haben bisher ein Stück weit mit einem Provisorium gearbeitet – das ist am März 2013 vorbei, wenn wir in den Echtbetrieb gehen.“ Sein Dank gilt in diesen Zusammenhang besonders den Feuerwehren im Landkreis und den Mitarbeitern der Leitstelle, die das Konzept mitgetragen haben.

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