Polizei wird beim Nienburger Altstadtfest deutlich mehr Präsenz zeigen

„Wir sind vorbereitet“

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Dicht gedrängt: Bei den Top-Acts ist der Kirchplatz voll mit Menschen.

Nienburg - von Leif Rullhusen › In knapp zwei Monaten feiert Nienburg Altstadtfest. Aufgrund der Anschläge in Ansbach und Nizza sowie dem Amoklauf in München steht die Freiluftgroßveranstaltung in der Kreisstadt in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen.

Auf engstem Raum werden schließlich tausende Menschen in Nienburgs Innenstadt feiern und den Bands auf den verschieden Bühnen zujubeln. Insbesondere auf dem Kirchplatz drängen sich die Massen zu den Top-Acts. Auch der Selbstmordattentäter in Ansbach hatte sich ein Open-Air-Musikfestival als Tatort ausgewählt.

Um eine solche Gewalttat beim Altstadtfest auszuschließen, arbeiten Nienburgs Polizei, die Werbegemeinschaft Nienburg Service als Veranstalter und die Stadt bereits im Vorfeld eng zusammen. „Wir werden auf die aktuelle Lage reagieren und das Kräfteaufkommen deutlich erhöhen“, betont Nienburgs Polizeipressesprecher Thomas Münch gegenüber dieser Zeitung. Man werde während des Altstadtfestes deutlich mehr Polizei sehen. An einem entsprechenden Sicherheitskonzept arbeite die Polizei derzeit. „Darin berücksichtigen wir auch Szenarien, wie beispielsweise das Nizza-Attentat“, erklärt Münch. „Wie sind vorbereitet.“ Die Polizei fange zudem nicht bei Null an. Auch zu den vergangenen Altstadtfesten habe es Sicherheitskonzepte gegeben, die gut funktioniert hätten. „Wir müssen uns an Lageveränderungen anpassen und entsprechend darauf reagieren“, macht der Polizeisprecher klar. Das geschehe jetzt intensiv.

Bereits im Frühjahr sei das Thema anlässlich des Anschlags in Belgien diskutiert worden, berichtet Hansjörg Haase, Leiter des Sachgebiets Gefahrenabwehr, Gewerbe, Märkte und Veranstaltungen bei der Stadt Nienburg. Die Stadt und der Veranstalter Nienburg Service stünden in engem Kontakt mit der Polizei, um höchst mögliche Sicherheit zu erreichen. Das Altstadtfest abzusagen habe bislang allerdings nie zur Diskussion gestanden.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius kündigte aufgrund der jüngsten Gewalttaten erneut eine sichtbare Polizeipräsenz bei Großveranstaltungen an. Beim heute beginnenden Maschseefest in Hannover werde die Polizei diesmal aufmerksamer als bisher beobachten. „Wir werden verstärkt Präsenz zeigen“, kündigte auch Maike Scheunemann von der Hannover Marketing und Tourismus GmbH an. Einen konkreten Anlass für ein Überdenken des bisherigen Sicherheitskonzepts fürs Fest rund um Hannovers Stadtsee gibt es nach ihren Angaben aber nicht.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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