Wahlparty des Kreisjungendrings Nienburg mit Spielen und Quizrunde

Politiker lernen Jugendliche kennen

Vanessa Friedrichs interviewte (v.l.) Axel Knoerig, Dieter Mattiat, Sebastian Edathy und Heiner Schülke.

Nienburg - NIENBURG (ana) n Eine Wahlparty wird normalerweise erst am Abend der Wahl gefeiert. Aber da eine Party nun mal die ideale Gelegenheit ist, um sich in lockerer Atmosphäre ein bisschen besser kennenzulernen, zog der Kreisjugendring (KJR) Nienburg die Wahlparty zu den Bundestagswahlen kurzerhand um vier Wochen vor.

Das Kulturwerk in Nienburg war deshalb Schauplatz einer „etwas anderen“ Gesprächsrunde. Das Motto des Abends – organisiert in Zusammenarbeit mit der Landjugend Wellie und der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg – lautete „Bundestagswahl 2009 – Schon entschieden, wer dein Land regiert?“

„Wir wollen Jugendlichen, die in diesem Jahr teilweise zum ersten Mal an den Bundestagswahlen teilnehmen, die Möglichkeit geben, die Parteien und Kandidaten einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und die Fragen zu stellen, die sie interessieren. Umgekehrt sollen aber auch die Politiker die Chance haben, uns Jugendliche ein bisschen besser kennenzulernen“, erklärte Vanessa Friedrichs vom KJR, die die Veranstaltung zusammen mit ihrem Kollegen Marius Tepfer moderierte. Den Fragen der Moderatoren und des Publikums stellten sich Katja Keul (Grüne), Sebastian Edathy (SPD), Dieter Mattiat (Die Linke), Heiner Schülke (FDP) und Axel Knoerig (CDU). Für den musikalischen Einstieg sorgte die Nienburger Band „My enemies XII mistakes“.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde mussten die Kandidaten zunächst beim „Begrifferaten“ ihr pantomimisches und zeichnerisches Talent unter Beweis stellen. Dabei ging es darum im Wechsel mit dem Publikum Begriffe wie „Schweinegrippe“, „Chillen“ oder „Flatratesaufen“ darzustellen und zu erraten. Beim Raten tat sich besonders Katja Keul hervor, die fast alle Begriffe allein erriet. Beim zweiten Spiel, einem Quiz, wurde das Wissen der Kandidaten getestet. Auf Themengebieten wie Schule und Studium, Bundeswehr, Umwelt und Jugendarbeit mussten die Politiker beweisen, dass sie sich auch in Fragen, die die Jugendlichen betreffen, gut auskennen. Die Frage nach der Höhe der Studiengebühren in Niedersachsen (500 Euro) konnten noch alle problemlos beantworten. Wie viele Bundeswehreinsätze im Ausland es derzeit gibt (13) wussten sie allerdings nicht genau. Auch bei Auszügen aus den Wahlprogrammen, die der jeweiligen Partei zugeordnet werden sollten, lief nicht alles rund. So wollte Heiner Schülke Teile des CDU-Wahlprogramms für seine FDP beanspruchen.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum drehte sich vor allem um die Studiengebühren. Dabei bezogen Grüne, SPD und Linke Position gegen die Erhebung von Studiengebühren. „Studiengebühren sind unsozial“, brachte es Edathy auf den Punkt und erntete damit Zwischenapplaus. Axel Knoerig sorgte mit seiner Aussage: „Was nichts kostet, ist auch nichts wert“, für Unmut im Publikum.

Abschließend hatten die Kandidaten jeweils eine Minute Zeit, deutlich zu machen, warum man ausgerechnet ihnen die Stimme geben solle. Nach Ende des offiziellen Teils begann die Party, bei der die Kandidaten für weitere Gespräche bereitstanden.

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