Nienburger Sozialdemokraten haben noch Beratungsbedarf

Wesertorbrücke: Politik vertagt Verschiebung der Sanierung

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Sanierungsfall: Die Nienburger Wesertorbrücke weist diverse Mängel auf.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Nienburgs Politik rudert zurück – zumindest ein bisschen. Die Entscheidung über die Verschiebung der Sanierungsarbeiten an der Wesertorbrücke um neun Jahre haben die Mitglieder des Bauauschusses am Donnerstagabend einstimmig vertagt.

Noch zwei Tage zuvor schien es, als habe die Stadtverwaltung diesbezüglich volle Rückendeckung aus den Fraktionen. „Die SPD hat noch Beratungsbedarf. Schließlich gibt es schon jetzt Risse im Beton, die immer größer werden“, begründete Sozialdemokrat Hartmut Waschke den Antrag auf Vertagung des entsprechenden Beschlussvorschlages. In dem hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, die massiven Schäden an dem Bauwerk erst im Jahr 2025 zu beseitigen. Dann müsse die Deckbeschichtung erneuert werden. Die zeitliche Zusammenlegung beider Maßnahmen würde aufgrund von Synergien Kosten sparen. „Bis dahin ist die Brücke weiter unter Beobachtung“, versicherte Michael Pohl, Ingenieur im Fachbereich Stadtentwicklung. So stehe unter anderem im Jahr 2018 die nächste Brückenhauptprüfung an. Sollten sich weitere Schäden abzeichnen, werde die Stadt umgehend reagieren.

Unabhängig voneinander hatten im vergangenen Jahr zwei Ingenieursbüros gravierende Mängel festgestellt und zu einer schnellen Sanierung geraten. Neben Abplatzungen an und Rissen in den Fahrbahnbetonplatten sind vor allem die Auflagerungen stark verrostet. Zudem ist die Beschichtung beschädigt.

Da die Brücke nicht über Nacht zur Gefahr werde, könnten die Grünen der Vertagung zustimmen, erklärte deren Fraktionschef Peter Schmithüsen. Das taten auch die Christdemokraten. „Wichtig ist, dass keine Gefährdung für die Benutzer der Brücke bestehe, betonte Tim Hauschildt (CDU). Man sollte nicht zu lange warten und eine Sanierung einschließlich der Erneuerung der Deckbeschichtung nicht pauschal auf das Jahr 2025 verschieben, mahnte Frank Podehl (WG) allerdings.

Die Vertagung des Beschlussvorschlages hat zunächst keine Folgen. Geld für die Sanierung der Wesertorbrücke ist im aktuellen Haushalt der Stadt ohnehin nicht eingeplant.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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