„Lange Nacht der Kirchen“

In der „Satzstraße“ wohnen viele verschiedene Worte

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In der katholischen Gemeinde St. Bernward bauten die Kinder mit Pfarrer Thomas Jung aus 8.000 Holzbauklötzen den Turm von Babylon.

Nienburg - Die zehnte „Lange Nacht der Kirchen“ in Nienburg, Estorf und Marklohe bot ein abwechslungsreiches, buntes Programm, das von den Besuchenden gut angenommen wurde, heißt es in einer Pressemeldung aus dem Kirchenkreis Nienburg.

Die Nienburger St.Martins-kirche leuchtet in ungewohnten Farben. Die ehrwürdigen Gewölbe erstrahlen grün und blau, rot und violett. Fetzige Musik, und vorne im Altarraum eine große Leinwand mit Bildern aus aller Welt: Die Gruppe „Quer durchs Blech“ spielt ihr Musikprogramm „Reisefieber – Einmal rund um die Welt“.

Die Besucher der „Langen Nacht der Kirchen“ in Nienburg, Estorf und Marklohe sind begeistert, meint Superintendent Martin Lechler: „Die Gruppe kommt sehr gut an und es ist eine tolle Stimmung hier!“

Aber St. Martin war nicht die einzige Kirche, die am vergangenen Freitag bis spät in die Nacht ihre Türen öffnete und den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm bot. „Besonders beeindruckt hat mich die Estorfer Gemeinde“, erzählt der Superintendent. „Dort war die Kirche voll wie sonst nur an Heiligabend, und die Kinder der Grundschule, des Kindergartens, des Kindergottesdienstes und der Gitarrengruppe haben ein wirklich schönes Programm gestaltet.“

€ž„Bei uns herrscht Frieden forever"

Eines der Grundschulkinder war Annika. Auf die Frage, was sie aufgeführt hätten, sagt sie: „Die ,Satzstraße’. Da geht es um mehrere Worte, die in einer Straße leben, und dann kommen zwei neue Worte dazu, die auch noch in einer anderen Sprache sind, nämlich auf Englisch. Die alten Worte wollen nicht, dass die neuen Worte dazukommen, aber am Ende lassen sie sie dann doch mit in ihre „Satzstraße“, und dann entsteht ein neuer Satz. Und der ist viel schöner als der alte, finden alle.“ Und wie heißt der neue Satz? „Bei uns herrscht Frieden forever.“

Sehr gut besucht war auch die Kirche in Holtorf. „Das war eine richtig schöne Stimmung hier bei uns“ schwärmt Pastor Horst Seivert. „Wir haben drei Kurzfilme gezeigt, die alle gut ankamen. Zum Teil ging es um ernste Themen, zum Beispiel um die Frage nach Flucht und Heimat oder darum, was in unserem Leben so alles auf der Strecke bleibt. Das scheint die Menschen berührt zu haben. Die Kirche war voll und wir haben sehr gute Rückmeldungen bekommen. Und bei dem letzten Film haben wir alle wirklich viel gelacht.“ Immer wieder hätten Besucher gesagt, dass es unglaublich sei, wie viel Inhalt so dicht und in so kurzer Zeit transportiert werden könne.

Und das war noch längst nicht alles, was in dieser „Langen Nacht der Kirchen“ in und um Nienburg los war, wie es in der Pressemeldung weiter heißt.

Auch in der St. Clemens Romanuskirche in Marklohe, der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde, der Landeskirchlichen Gemeinschaft und der katholischen Gemeinde St. Bernward (dort bauten die Kinder mit Pfarrer Thomas Jung aus 8 000 Holzbauklötzen den Turm von Babylon) wurde ein buntes Programm geboten. Am Ende des Abends waren alle noch zu einem gemeinsamen Abschluss in die mit Kerzen erleuchtete und aufwändig geschmückte Kreuzkirche eingeladen.

Ein großer, von Günter Reichenberger gesammelter Chor aus verschiedenen Gemeinden, führte die Besucher schließlich durch die rund einstündige Taizé-Andacht, in der es auch immer wieder die Gelegenheit zum Mitsingen gab. 

msa / mel

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