Volles Haus beim Empfang der Bundeswehr in Nienburg

Oberst Paulik: „Standort auch in Zukunft sicher“

Oberst Wolfgang Paulik bei seiner Ansprache.
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Oberst Wolfgang Paulik bei seiner Ansprache.

Nienburg - Von Bernd Weiser. Der traditionelle Neujahrsempfang der Bundeswehr am Standort Nienburg hat für viele Gäste einen besonderen Reiz. Dort treffen sich Jahr für Jahr Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, von ansässigen Vereinen sowie der verschiedensten Glaubensgemeinschaften und der Bundeswehr zu Gedankenaustausch und Resümee.

Rund 170 Gäste folgten der Einladung des Standortältesten und Kommandeurs des Zentrums Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZentrZMZBw), Oberst Wolfgang Paulik, des stellvertretenden Kommandeurs des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 (EloKaBtl 912), Fregattenkapitän Thorsten Krone, sowie des Leiters des Sanitätsversorgungszentrums Nienburg, Oberfeldarzt Frank Badorrek.

Militär und Nienburg seien seit Jahrzehnten eng verwachsen, gleichwohl die Truppenstärke der Einheiten seit Jahren stetig geschrumpft ist. Die Bundeswehr nutzt seit 1957 die seinerzeit neu erbaute Clausewitz-Kaserne im Ortsteil Langendamm, wo große Teile der Panzerbrigade 3 und Teile des Artillerieregimentes 1 lagen.

Oberst Paulik bewertete in seiner Ansprache den Standort Nienburg „auch in Zukunft als sicher“ und somit fest verankert im Leben der Stadt Nienburg. Weiter unterstrich Paulik: „Ich hoffe aber und gehe auch davon aus, dass Sie die von mir aufgezählten gemeinsamen Aktivitäten die Unterstützung, die wir im Rahmen der Flüchtlingshilfe leisten, als Beweis für die gelebte zivil-militärische Zusammenarbeit, auch am Standort Nienburg, werten.“

Paulik erwähnte die Einsätze im vergangenen Jahr – im Kosovo, in Afghanistan, im Sudan, in Somalia, Ghana, Mali, der Zentralafrikanischen Republik, der Ukraine, in Syrien und im Irak. „Für den anstehenden Einsatz in Mali ist die Verlegung unserer Kräfte im Februar geplant“, ließ der Oberst wissen und ergänzte: „Bei allen Einsätzen hatten wir Glück, dass wir auch 2015 keine Toten und Verwundeten zu beklagen hatten, und dass alle meine Soldatinnen und Soldaten heil an Körper und Seele wieder zurückgekommen sind.“

Bei den Auslandseinsätzen in diesem Jahr, so Paulik, gehe es unverändert um die noch engere Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften, da Konflikte nicht mehr allein durch den militärischen Erfolg, sondern durch die Übergabe der Verantwortung an die betroffene Zivilbevölkerung gelöst werden könnten.

Gleiches treffe für die Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 zu. Fregattenkapitän Thorsten Krone fasste die zahlreichen aktiven Betätigungsfelder zusammen.

In einem zeigten sich die Kommandeure einig: „2016 bringt kein Ende der laufenden Einsätze. Weder im Inland noch im Ausland. Ganz im Gegenteil. Die Anzahl kleiner Einsätze werde vermutlich weiter steigen. Einige Einsätze, neue oder bereits laufende, haben das Potenzial, größer zu werden. Die Nienburger Soldaten sind darauf gut vorbereitet.“

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes erklärte und versprach, die Kooperation mit den Soldaten weiter ausweiten zu wollen. Darüber hinaus betonte er ausdrücklich, dass die Kooperation zwischen Bundeswehr und der Stadt Nienburg „nie so gut war wie im vergangenen Jahr“.

Diese Aussage, so beide Kommandeure, ermutige die Soldaten und stimme sie optimistisch.

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