Minister übergab Würdigung an Kreis Nienburger BUND-Vertreter

Umweltpreis für Kinderwildnis

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Die Kinderwildnis belegt den ersten Platz beim niedersächsischen Umweltpreis 2016. Auszeichnung und Glückwünsche von Umweltminister Stefan Wenzel (l.) und Sigrid Rakow (r.) nahmen Lothar Gerner, Claudia Reemtsema, Ute Luginbühl und Johanne Sailer vom BUND (v. l.) entgegen.

Nienburg/Hannover. Den ersten Platz beim diesjährigen Niedersächsischen Umweltpreis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung zum Thema „Bildung begeistert für Natur“ belegt die Kinderwildnis des BUND in Nienburg.

Fünf Projekte, die einen besonderen Beitrag für die Umweltbildung geleistet haben, erhielten am Montag Auszeichnungen. Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel übergab den mit 10 000 Euro dotierten Preis an die beiden Naturerlebnispädagoginnen Ute Luginbühl und Claudia Reemtsema von der BUND-Kreisgruppe Nienburg. Aus den 132 Einreichungen hatte eine aus fünf Fachleuten bestehende Jury die Kinderwildnis als Sieger ausgewählt.

„Mit Umweltbildung können Menschen auf die heimische Natur, die Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge aufmerksam gemacht werden. Dabei sind besonders Kinder und Jugendliche, so man es denn richtig macht, für diese Themen empfänglich“, teilt die Bingo Umweltstiftung mit.

Die Kinderwildnis ist ein öffentlicher Spielplatz. Ute Luginbühl und Claudia Reemtsema erklären dort auf spielerische Weise die Zusammenhänge der Natur. Der Vorstandsvorsitzenden der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Sigrid Rakow, war vor allem die gute und zielgruppengerechte Umsetzung des Projektes wichtig: „Die Kinder wurden in die Entwicklung der für jedermann zugänglichen Fläche von Anfang an einbezogen.“ Es gibt regelmäßige Aktionen für und mit diversen Schulen in der Stadt. „Man kann die gute Vernetzung des BUND Nienburg bei diesem Projekt ebenfalls daran erkennen, dass Kooperationen mit der Stadt Nienburg, dem Lions Club, dem Christlichen Jugenddorf und der Lebenshilfe Nienburg bestehen“, heißt es in der Erläuterung der Stiftung weiter.

Der Preis ist mit der Verleihung der Herzog-Julius-Medaille verbunden. Herzog Julius von Braunschweig und Wolfenbüttel (1528 – 1589) hatte als einer der Ersten das Prinzip der Nachhaltigkeit vertreten und dies noch vor Hans Carl von Carlowitz zur Grundlage seiner Forstwirtschaft gemacht.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden der Verein „Sand+WaterWerk Simonswolde“ aus dem Landkreis Aurich für sein gleichnamiges Projekt und das Projekt „Gelateria Azzurro im Schrebergarten der TSG-Energiebahn“ der Abteilung TSG Energiebahn der Turn- und Sportgemeinschaft 07 Burg Gretesch aus Osnabrück. Aufgrund außergewöhnlicher Leistungen im Bereich der Umweltbildung wurden zudem der Waldverein De Jeddeloher Busch aus dem Ammerland sowie die Klimaschutzagentur Weserbergland mit einem Sonderpreis gewürdigt.

Anwesend bei bei Würdigung waren Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik sowie Naturschutzverbänden.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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