Ergebnisse der Mitarbeiter-Befragung an den neun Kitas des Kirchenkreises

83 Prozent mit Kitas zufrieden

Präsentieren die Resultate der Mitarbeiter-Befragung in den neun Kindertagesstätten des Kirchenkreises Nienburg (v.l.):Wolfgang Reuter, Superintendent Martin Lechler, Sabine Leers-Lindemann, Steffen Ehlert, Ilka Rengstorf sowie Helga Hudler. - Foto: Logemann

Nienburg - Die Arbeit als wichtiger Teil des Lebens: In den neun Kindertagesstätten (Kitas) des Kirchenkreises Nienburg hat es im Zuge des vor einem halben Jahr begonnenen Gesundheitsmanagements eine Mitarbeiter-Befragung zur Arbeitssituation gegeben. Die Ergebnisse liegen jetzt vor, so Melanie Logemann, Beauftragte des Kirchenkreises für Öffentlichkeitsarbeit, die entsprechende Zahlen lieferte.

Mehr als 70 Prozent der Angestellten, so Logemann, beteiligten sich an der Umfrage, die das Kompetenzzentrum für Management und Bildung (KMB) in Bissendorf (Landkreis Osnabrück) vorgenommen hat.

„Beim Gesundheitsmanagement geht es vor allem darum, dass Träger und Angestellte gemeinsam gucken: Was braucht ihr, um gesund zu bleiben beziehungsweise gesund zu werden?“, erklärt Ilka Rengstorf, pädagogische Leiterin aller neun kirchlichen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Nienburg. „Ich kann nur darüber philosophieren, wo die Belastungen bei den Mitarbeitenden liegen, denn das wissen die natürlich selber am besten.“ Und darum sei nun zunächst eine anonyme Mitarbeiterbefragung initiiert worden. „Wir sind sehr froh, dass sich so viele an dieser Umfrage beteiligt haben, denn nur dann haben die Ergebnisse auch eine entsprechende Aussagekraft“, meint Rengstorf. „Von 190 im Juni verteilten Fragebögen haben wir 134 zurückbekommen. Damit sind wir sehr zufrieden.“ Die Themenfelder der Befragung waren die allgemeinen Arbeitsbedingungen, Arbeitsorganisation und –zufriedenheit, Belastungssituation und die Zusammenarbeit mit dem Träger, der Geschäftsführung und zwischen Team und Kita-Leitung.

Nach der Auswertung waren die Ergebnisse der Befragung zunächst der Steuerungsgruppe Gesundheitsmanagement, in welcher der Superintendent, die betriebswirtschaftliche und die pädagogische Leitung, die Mitarbeitervertretung und drei Fachkräfte aus den Kitas sitzen, vorgestellt. Danach sind sie allen Mitarbeitenden präsentiert worden. „Wir sind sehr glücklich, dass wir einen so hohen Wert bei der Gesamtzufriedenheit bekommen haben.“, betont Rengstorf. „83 Prozent der Mitarbeitenden geben an, dass sie zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden sind. Und über 80 Prozent erklären, dass ihre Arbeit ein wichtiger Teil ihres Lebens ist, der ihnen Spaß macht, und dass sie mit Freude zur Arbeit gehen.“

Wie überall sind auch Baustellen zu finden

Aber wie überall gäbe es natürlich auch in den Kitas des Kirchenkreises Baustellen, an denen der Träger arbeiten muss und will. „Genau deshalb haben wir auch das Gesundheitsmanagement eingeführt: Damit wir erfahren, wo bei den Mitarbeitenden der Schuh drückt und dann zielgerichtet darauf reagieren können. Weil uns wichtig ist, dass es unseren Mitarbeitenden gut geht“, so Rengstorf.

„So geben beispielsweise 42 Prozent der Befragten an, dass sie gesundheitliche Beschwerden haben, die sie auf ihre Arbeit zurückführen. Das ist uns zu viel! Darum werden wir genau hinschauen, woran das liegt und wie wir die Situation verbessern können. Ebenso zeichnet sich in der Umfrage ab, dass die Verfügungszeiten in den Einrichtungen von vielen als nicht ausreichend empfunden werden. Da können wir als Träger natürlich nur bedingt Einfluss drauf nehmen, da vieles auch vom Land vorgegeben ist, dennoch ist die Rückmeldung für uns wichtig und wir müssen als Steu-erungskreis genau schauen, ob wir unsere Mitarbeitenden irgendwie entlasten können“, erklärt die pädagogische Leiterin

Insgesamt, so ihr Fazit, sei deutlich geworden, dass für die Mitarbeitenden die Vielfalt der pädagogischen Arbeit, die Lernmöglichkeiten, der Spaß bei der Arbeit und deren selbstständige Planung und Einteilung wichtige Ressourcen darstellten. Diese Ressourcen zu stärken und gleichzeitig die „Baustellen“ zu bearbeiten, das sei nun die Aufgabe des Steuerungskreises, der konkret erarbeiten soll, welche gesundheitsfördernden Maßnahmen umgesetzt werden können.

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