Privatinitiative nach Absage durch die Stadt

Ein Spielplatz für Hunde

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Nach Herzenslust toben – das geht auf dem Hundespielplatz.

Loccum - Von Beate Ney-Jansen. Paul und Uwe, Kurt und Momo – so vielfältig, wie die Namen sind, so vielfältig sind auch Aussehen und Charaktere der Hunde, die zweimal pro Woche fröhlich auf einer Wiese in der Loccumer Heide miteinander spielen. Den Hundespielplatz hat die Loccumerin Monika Braun zu diesem Zweck gepachtet.

Ein Platz, auf dem Hunde ausgelassen miteinander toben und soziale Kontakte knüpfen können, das wünschte sich Monika Braun. Besonders in Zeiten, in denen Leinenzwang herrscht. Dass es viele andere Hundebesitzer gibt, die ähnliches gerne hätten, wusste sie aus ihrer Arbeit in einer Tierarztpraxis. So wendete sie sich im vergangenen Jahr an die Stadt Rehburg-Loccum mit der Bitte, den ehemaligen Spielplatz am Pappelweg doch dafür zur Verfügung zu stellen. Zuvor hatte sie in der Stadt mehr als 300 Unterschriften von Befürwortern dieses Vorhaben gesammelt. In ihrem Schreiben verwies sie nicht nur auf die heimischen Hundebesitzer. Aus eigener Erfahrung wusste sie, dass oft auch Touristen eine Möglichkeit suchen, ihren Hunden im Urlaub Auslauf zu verschaffen.

„Frauchen“ und „Herrchen“ sitzen gemütlich auf Bänken während ihre Hunde sich auf dem Spielplatz austoben.

Leider kam eine Absage von der Stadt: obwohl keine Spielgeräte mehr auf dem Platz stünden, sei es doch immer noch ein Spielplatz und der könne nicht für Hunde zur Verfügung gestellt werden. Nach anfänglicher Enttäuschung suchte Braun nach anderen Möglichkeiten und kam mit der Hundeschule in der Loccumer Heide in Kontakt, die dort ein Grundstück von 1600 Quadratmeter Größe hat, das ordentlich eingezäunt ist, auf dem Hunde willkommen sind und das lediglich an den Abenden genutzt wird. Sie einigte sich mit der Hundeschule darauf, die Wiese an zwei Tagen nutzen zu dürfen – und dort kommen nun bis zu 18 Hunde mit ihren Eigentümern zusammen. Manche von ihnen nehmen für diesen Spielplatz weite Wege auf sich – selbst Hunde aus Nendorf und Bückeburg toben auf der Wiese. Probleme, sagt Braun, habe es noch nie gegeben. So laufen die Hunde also mit wehenden Ohren durch das Gras, wälzen sich umeinander, legen ihre eigene Rangordnung fest und ziehen nach einer Stunde mit viel Bewegung hechelnd und zufrieden wieder ab. Hundeerziehung gehört eigentlich nicht zu dem, was dort passieren soll, sagt Braun. Das geschehe durch die sozialen Kontakte, die die Hunde bekämen, aber oft ganz von allein. Auch so mancher Hundebesitzer habe durch die Spielstunden seinen Hund noch mehr zu verstehen gelernt.

Das Projekt „Hundespielplatz“ sieht Braun als geglückt an und das bestätigen auch alle Menschen, die ihren Hunden beim Toben zusehen. Der einzige Wehmutstropfen an der Sache ist, dass noch mehr Menschen und Hunde Interesse an dieser Möglichkeit haben. „Aber mehr als 18 Hunde können nicht auf einmal hier spielen“, sagt Braun. Also nimmt sie keine weiteren Gäste an – hofft aber darauf, dass andere vielleicht ähnliche Initiativen starten mögen. Oder dass die Stadt doch noch einen geeigneten Platz für einen öffentlichen Hundespielplatz findet. Dann könnte jeder Hund jederzeit nach Herzenslust dort toben.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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