1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Nienburg
  4. Nienburg/Weser

Betrugsverdacht im Nienburger Jobcenter

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Ein Mitarbeiter des Nienburger Jobcenters soll Geld veruntreut haben. © Kurt Henschel

NIENBURG. Ein Mitarbeiter des Jobcenters steht unter Verdacht, Geld des Landkreises Nienburg unterschlagen zu haben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Einrichtung hervor.

„Unsere internen Prüfmechanismen der Internen Revision haben Unregelmäßigkeiten aufgedeckt. Nach derzeitigem internen Ermittlungsstand des Jobcenters dürfte der Beschuldigte in mehrere Einzelzahlungen aufgeteilt eine Gesamtsumme von rund 100 000 Euro veruntreut haben“, erklärt Jobcenter-Geschäftsführerin Klaudia Silbermann. Das Geld stamme aus dem Budget, aus dem an Empfänger von Arbeitslosengeld II Geld für Miete, Strom und Heizung ausgezahlt wird. „Für Kunden ist dadurch aber kein Schaden entstanden“, betont die Nienburger Jobcenter-Chefin.

Der Fall ist mit allen Erkenntnissen an die Staatsanwaltschaft Verden weiter gegeben worden. „Die Strafanzeige ist gestellt, der Beschuldigte wurde vom Dienst suspendiert“, sagt Klaudia Silbermann. Ihr sei unverständlich, was den Mitarbeiter dazu bewogen hat. Schließlich sei bekannt, dass sämtliche Zahlungsverkehre konsequent geprüft werden und Manipulationen auffliegen.

Das Jobcenter Nienburg ist eine gemeinsame Einrichtung mit zwei Trägern: der örtlichen Agentur für Arbeit und dem Landkreis Nienburg. Beide gemeinsam sind in gemeinsamer Aufgabenwahrnehmung zuständig für die Grundsicherung für Arbeitssuchende. Dazu zählen auch die Leistungen an Arbeitslosengeld-II-Empfänger (Hartz IV). Die Kosten der Unterkunft (KdU) werden vom Landkreis getragen.

Auch interessant

Kommentare