Was Maik Beermann neben Politik wichtig ist / Platz im Kreistag als Ziel

Fußball und Kinderschokolade

Mal „in Familie“: Maik Beermann mit Tochter Ida am Ententeich im Kloster Loccum. - Fotos: ade

Landkreis - Von Beate Ney-Jansen. Im Nienburger Kreistag will Maik Beermann (CDU) einen Sitz bekommen – und hat außerdem großen Rückhalt aus seiner Partei bekommen, um im kommenden Jahr erneut für den Bundestag zu kandidieren. Doch was ist ihm neben der Politik in seinem Leben wichtig? Das erzählt er in einem Gespräch am Brauteich des Loccumer Klosters.

Maik Beermann

Es ist schon eine Ausnahme, dass Ida mal mit Papa zur Arbeit fährt. Als sie aber hört, dass dort, wo der Vater der Zweijährigen an diesem Tag arbeiten will, auch ganz viele Enten sind, ist sie Feuer und Flamme. Und da Familie ansonsten ohnehin immer zu kurz kommt, hat Maik Beermann Kind und Frau kurzerhand zum Interview am Ententeich in Loccums Kloster mitgenommen. Pendelnd zwischen Berlin und Wendenborstel ist er seit drei Jahren, seit der CDU-Mann Mitglied des Deutschen Bundestages wurde, unterwegs. Da steht Familie dann eben oft erst an zweiter Stelle.

Familie ist das, was – neben der Politik – das Leben Beermanns prägt. Aus Wendenborstel ist er niemals weggezogen. Dort wurde er geboren, wuchs auf und lebt nun immer noch auf dem elterlichen Anwesen mit drei Generationen unter einem Dach. In der Stadt, sagt er, habe er nie leben wollen. Auf dem Land und bei seiner Familie war er stets zufrieden. Berlin als neuen, zusätzlichen Wirkungsort habe er aber nicht als Kulturschock erlebt – die Tage dort seien eigentlich immer von Arbeit geprägt.

Hat er auch bislang kaum Kultur der Großstadt mitbekommen, so stand zumindest scherzhaft schon einmal im Raum, ein wenig Kultur doch selbst zu gestalten. „Wir haben darüber nachgedacht eine Bundestags-Band aufzumachen“, erzählt er schmunzelnd. Er selbst spielt Schlagzeug – nur zum Spaß, nur zu Hause und dann, wenn er sich mal ein wenig abreagieren will. Gelegentlich hat er seinen Schlagzeuglehrer bei Schützenfesten oder Hochzeiten für einige Stücke auf der Bühne vertreten, eine „Karriere“ in dieser Richtung jedoch nie angepeilt. Aber warum nicht im Bundestag Musik machen? „Katja Keul spielt auch ein Instrument, ich glaube Keyboard“, sinniert er.

Noch lieber ist ihm in seiner Freizeit aber Fußball – allerdings als „Fußball-Theoretiker“. Aktiv hat er den Ball in seiner Jugend gekickt, zieht es aber vor, sich Spiele dann doch lieber vom Spielfeldrand aus anzusehen. In seiner Freizeit widmet er sich ansonsten seinem Ehrenamt als Vorsitzender des Schützenvereins Wendenbostel. Dort ist er auch schon zweimal Schützenkönig gewesen – das erste Mal 2002, mit 21 Jahren. Da wollte er das so. 2006 sei es dann ein Versehen gewesen. Eigentlich stehe er auf dem Standpunkt, dass jeder, der König werden wolle, einmal die Gelegenheit dazu bekommen solle, sagt der Abgeordnete.

Im Urlaub bleibt er gerne in Deutschland – die Ostsee ist seit 20 Jahren ein jährliches Ziel und auch in Gegenden wie den Schwarzwald fährt er gerne. Da wundert es dann nicht, dass seine Leibspeise Rinderroulade mit Rotkohl ist. Bier trinkt er lieber als Wein, Kaffee niemals und Tee ab Oktober. Auf dem Frühstückstisch steht bei ihm Kakao – und dass er es gerne süß hat, zeigt auch die Antwort auf die Frage nach seinem Laster: wenn keine Kinderschokolade im Kühlschrank sei, sagt er, dann werde er nervös.

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