Feuerwehr lobt Verhalten der Betroffenen

Feuer in Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose

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Feuerwehrfahrzeuge vor der Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft in der Nienburger Innenstadt.

Nienburg - Von Marc Henkel. Zu einem Alarm in die Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose an der Langen Straße in Nienburg musste die Feuerwehr am Sonntag ausrücken. Brisant: Die Stadt war aufgrund des „Verkaufsoffenen“ vergleichsweise voll.

Um 14.36 Uhr löste ein Rauchmelder Alarm aus. In einer Wohnung war es aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Rauchentwicklung im Küchenbereich gekommen. Als der Rauchmelder der Wohnung seine Funktion aufnahm, reagierten die dort untergebrachten Flüchtlinge richtig: Sie wählten unverzüglich den Notruf. Mitglieder der Feuerwehr, die zufällig in der Nähe der Einsatzstelle privat unterwegs waren, machten sich sofort auf zur Einsatzstelle. Dort wurden sie schon von einem Bewohner in Empfang genommen und zur Wohnung geführt. Noch auf dem Weg zur Wohnung leiteten die Feuerwehrmänner die Räumung des betroffenen zweiten Obergeschosses an.

Nach den Löscharbeiten kontrollieren Einsatzkräfte mit einer Wärmebildkamera die Küche nach weiteren Glutnestern.

Als die Feuerwehrkräfte die Wohnung betraten, um die Ursache für die Rauchentwicklung herauszufinden, konnte niemand offenes Feuer entdecken. Nur wenige Minuten später, der erste Einsatztrupp unter Atemschutz stand vor der Wohnung, kam es zu einer schlagartigen Durchzündung im Küchenbereich. Trotz eines schnellen und gezielten Wassereinsatzes konnte die Küche und das darin befindliche Mobiliar nicht gerettet werden. Durch die starke Rauchentwicklung nach der Durchzündung ist nicht nur die betroffene Wohnung eines Obdachlosen, sondern alle Wohneinheiten im betroffenen Geschoss unbewohnbar geworden. Der alarmierte Rettungsdienst sowie der Notarzt untersuchten vor Ort vorsorglich den Bewohner der Brandwohnung – dieser wurde aber noch vor Ort auf eigenen Wunsch entlassen. Noch während der Einsatzmaßnahmen sorgten Mitarbeiter der Stadt Nienburg für die Unterbringung der nun vorerst wohnungslosen Bewohner.

Lob gab es seitens der Feuerwehr aber nicht nur für das richtige Verhalten der Flüchtlinge, sondern auch für die Polizei, die umgehend den Bereich der Einsatzstelle weiträumig absperrten. Dies war besonders wegen des Verkaufsoffenen Sonntags hilfreich. Etwa eine Stunde lang waren 21 Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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