32 Kinder erlebten das Nienburger Krankenhaus während der KinderAkademie

„Das ist ja wie eine Riesenwaschmaschine!“

+
Nachdem die Medizinisch-technische Radiologieassistentin Tanja Leibholz einmal in der „Riesenwaschmaschine“ gelgen hat, wollten die Kinder auch unbedingt einmal „Probeliegen“.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Was passiert eigentlich bei der Computertomografie? Wie wird jemand geröntgt, der sich vor Schmerzen nicht auf die Tischplatte legen kann? Und wie lang dauert eine Schwangerschaft? Diese – aber auch viele andere Fragen – wurden bei der ersten KinderAkademie der Helios Mittelweserkliniken in Nienburg beantwortet.

32 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren packte die Neugierde und so ging es vom 10. bis zum 14. Oktober in der zweiten Herbstferienwoche in die Räumlichkeiten des Krankenhauses. „Morgens gab es zwei medizinische Vorträge, gegen elf Uhr dann viel Praxis“, erklärt Svenja Koch, zuständig für Unternehmenskommunikation und Marketing bei den Helios-Kliniken Nienburg und Mitinitiatorin des Pilotprojektes.

Wie sieht die Aufnahme eines CTs aus? Das konnten sich die Teilnehmer anhand eines echten Beispiels anschauen.

Nach dem Tag der offenen Tür – der am 12. Mai ebenfalls erstmals stattgefunden hatte – blieb der Gedanke bestehen, auch Kindern die Möglichkeit zu bieten, mit der Arbeit des Krankenhauses vertraut zu werden. „Wir hatten doppelt so viele Anmeldungen“, weiß Koch. Sie hofft, dass sich die Akademie etablieren kann und auch im nächsten Jahr wieder statt findet. „Es erleichtert die Arbeit natürlich auch. Sie wissen dann viel mehr und haben keine Angst vor dem Krankenhausbesuch“, sagt die Unternehmenskommunikatorin. Während es in den ersten Tagen noch verhaltene Reaktionen gegeben habe, sei die Gruppe von Tag zu Tag interessierter gewesen und letzten Endes auch wirklich aufgetaut. „Es sind auch ein paar Mitarbeiterkinder dabei. Dadurch konnten sie auch schon viel von ihren Eltern erzählen“, fügt Koch an und hebt hervor, dass die Kinder dadurch auch andere Beschäftigungen kennenlernen: „Berufe, von denen man sonst gar nichts weiß.“

Und dass die KinderAkademie nicht nur reiner Zeitvertreib ist, beweisen die aktiven Mini-Studenten immer wieder: „Sie sind alle sehr interessiert. Manche haben auch schon irre medizinische Vorkenntnisse“, sagt Koch lachend. Mittlerweile haben alle Kinder eine Reanimations- und Hygieneschulung hinter sich. Selbst Verbände sind kein Problem – und auch den Einblick in die Physiotherapie gab es oben drauf.

Beim Röntgen zeigte Angelika Bienek, wie die Hand auf der mobilen Speicherplatte platziert wird, um letzten Endes das Bild zu erhalten.

Am Donnerstag ging es dann um den Bereich der Inneren Medizin: Die jungen Studenten teilten sich in drei Gruppen auf und besuchten die Radiologie – den CT, MRT und die Röntgendiagnostik. Die erste Reaktion der Teilnehmer fiel bei der Computertomografie, kurz CT, ziemlich gleich aus: „Das ist ja wie eine Riesenwaschmaschine!“ lautete es direkt – und nahezu jeder stimmte zu. Die rotierende Röntgenröhre, die sich letztlich um den liegenden Patienten dreht, erinnert tatsächlich an eine Waschmaschine – und das dazugehörige, zugegebenermaßen leisere Geräusch – trug ebenfalls zu diesem Eindruck bei. Zu Beginn noch ein wenig schüchtern kletterten die Mädchen der Gruppe auf den Tisch und ließen sich, so weit wie sie es wollten, in die kreisförmige Röhre fahren. Doch was macht das Gerät überhaupt? „So entstehen Schichtaufnahmen vom Körper – dann sieht man alles in 3D“, erklärt Medizinisch-technische Radiologieassistentin (MTRA) Tanja Leibholz. Später ging es mit Angelika Bienek, ebenfalls MTRA, zum Röntgen.

Und so sieht es aus, wenn sich der "Patient" auf dem Tisch nicht bewegen kann - aber geröntgt werden muss,

„Ein Freund von mir hat mal einen Euro verschluckt“, sagt eines der Mädchen und muss lachen. „Wir erfahren auch hier viel über die Geschichten der Kinder und ihre Erfahrungen mit dem Krankenhaus“, fügt Svenja Koch mit einem Schmunzeln an. Und wer wollte, der konnte auch Schuh, Brille und Co. ebenfalls einmal röntgen lassen. Dr. Urlich Heiß, Chefarzt der Radiologie, ließ die jungen Studenten erraten, was auf manchen Röntgenbildern zu sehen war.

Auch beim Thema Geburt blieb es spannend – wie lange dauert eigentlich eine Schwangerschaft?

Nach einem aufregenden Start ging es zur nächsten Vorlesung „Wunder der Geburt“ – und auch hier blieb es spannend. Kindgerechte Antworten unterstützten die Vorstellungskraft der Mini-Studenten – schließlich ist jeder von ihnen mal so „groß“ wie ein Gummibärchen gewesen– und natürlich auch noch viel, viel kleiner.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

Mehr zum Thema:

Mobiler Massagesalon: Wohlfühloase Auto 

Mobiler Massagesalon: Wohlfühloase Auto 

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bremen

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bremen

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Meistgelesene Artikel

Besinnlich und sportlich rasant

Besinnlich und sportlich rasant

Das sind die ersten Sterntaler-Gewinner

Das sind die ersten Sterntaler-Gewinner

Schulzentrum Hoya: Stinkbombe führt zu Großeinsatz 

Schulzentrum Hoya: Stinkbombe führt zu Großeinsatz 

Zwei Einbrüche am Tage

Zwei Einbrüche am Tage

Kommentare