Ausstellung „Open World“ ab Freitag in der Galerie N

Eine klare Botschaft

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Bea Garding-Schubert und Alwine Gerner haben sich in ihrer Arbeit gegenseitig beeinflusst und im Dialog gearbeitet.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Mit ihrer Ausstellung "Open World" präsentieren die Nienburger Künstlerinnen Bea Garding-Schubert und Alwine Gerner eine Auswahl ihrer eigenen Werke zum Thema "Offene Welt". Die Vernissage hierzu ist am Freitag, 5. August, um 19 Uhr in der Galerie N.

Wenn sich ein Mensch in einem geöffneten Käfig befindet – tritt er irgendwann aus diesem wieder hinaus? Die Antwort würde in den allermeisten Fällen, so lässt es sich zumindest vermuten, „ja“ lauten. Anders scheint es bei der „psychischen Gefangenschaft“ zu sein – Wer schaut wirklich über den eigenen, persönlichen und meist bequemen Tellerrand hinaus?

Diese und viele weitere Fragen stellten sich die Nienburger Künstlerinnen Bea Garding-Schubert und Alwine Gerner im Rahmen ihrer Ausstellung „Open World“. Am kommenden Freitag, 5. August, findet die Vernissage um 19 Uhr in der Galerie N statt. „Wir haben seit über einem halben Jahr gemeinsam gearbeitet, jeder für sich und uns natürlich auch ausgetauscht“, erklärt Bea Garding-Schubert. Von ihr stammen die Malereien der Ausstellung. „Einige Arbeiten entstanden aber auch im Dialog. Das kann man in der ganzen Ausstellung verfolgen.“

Während die Ausstellung zu Beginn als „offene Welt“ hinsichtlich des Internets, der Reisen aber auch gewisser „Außerirdischer“ gedacht war, hat sich der Begriff im Laufe der Entwicklungszeit anderweitig ausgedehnt. „Die ersten Flüchtlinge waren ein Auslöser. Dass sich etwas in der Gesellschaft grundsätzlich verändern wird. Wir haben die Ängste dieser Zeit mit eingefangen und wollen natürlich auch provozieren“, betont Garding-Schubert. Dem stimmt auch Alwine Gerner zu. „Über die Flüchtlinge sind wir uns näher gekommen.“ Dass dieses Thema auch heute noch durch die Nachrichten der letzten Wochen an Aktualität dazu gewinnt, hätten beide Künstlerinnen nicht gedacht. „Hass und Abwehr sind ein völlig falscher Weg“, sind sich Garding-Schubert und Gerner einig.

Auch wenn die Thematik der Flüchtlingskrise mit in die Einstellung eingeflossen ist, sollte sie nicht zum zentralen Inhalt von „Open World“ werden. „Wir müssen Türen und Käfige öffnen sowie Ketten und Zwänge lösen“, sagt Bea Garding-Schubert mit Nachdruck. Ihre Arbeiten verdeutlichen, dass das Prinzip der Hoffnung immer vorhanden sei – insbesondere zu schweren Zeiten.

"Open Cages"

„Es ist geistiges Öffnen“, fügt Alwine Gerner an. Dies erklärt sie auch in Form der „Open Cages“ (engl. für „Offene Käfige“): „Die Käfige sind offen. Ich könnte – aber ich tue nichts. Sie haben die Freiheit“, gibt die Künstlerin zu verstehen. Während bei den Malereien kleine Erklärungen angebracht sind, hat sich Alwine Gerner gegen Schilder bei ihren Skulpturen und Objekten entschieden. „Ich denke jeder sieht, was gemeint ist. Und es gibt Raum zur Interpretation“, sagt sie lächelnd.

Garding-Schuberts Malereien leben von kleinen Elementen, die „ein großes Ganzes“ bilden. So auch bei ihrer neuen Werkreihe „#Artfornienburg – Kunst für Nienburg“. Inspiriert von ihrer New York Reise und dortiger „Streetart“ entschloss sich die Künstlerin eine eigene Serie von der Stadt an der Weser zu gestalten. Die Reihe ist im Übrigen nicht zu übersehen – 30 goldene Flip Flops, auch in Kindergrößen, „gehen“ in der Aufstellung auf #Artfornienburg zu.

„Wir wünschen uns ein möglichst breites Publikum“, bemerkt Alwine Gerner. Schülerinnen und Schüler des Kunst-Leistungskurses des Marion-Dönhoff-Gymnasiums hatten sich ursprünglich mit Videoclips zum Thema „Open World“ beteiligen wollen. „In letzter Minute hat es dann doch nicht geklappt“, erklärt Gerner enttäuscht.

Nichtsdestotrotz gäbe es nun ein wenig mehr Platz zum Gucken, Staunen und „auf sich Einwirken lassen“. „Bei der Vernissage wird außerdem Fingerfood aus aller Welt gereicht“, gibt Bea Garding-Schubert bekannt. Tische und Stühle seien zum „Zurückziehen“ in einem externen Raum aufgebaut.

Ein letzter Wunsch für die anstehende Vernissage am Freitagabend? „Machen Sie sich ein Bild“, sagen die Künstlerinnen lachend.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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