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„Leben und Tod gehören zusammen“

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Im Beinsein von Samtgemeindebürgermeister Volker Friemelt, Bürgermeister Günther Ballandat und Jos Arnold weihten Pastorin Gabriele Matthias und Hans-Jasper von Arenstorff und seine Frau Ulrika (v. l.) den Ruheforst ein. © Medienservice Andermann

MARKLOHE. Er ist eingeweiht: der Ruheforst im Markloher Gutspark der Familie von Arenstorff. Stimmungsvoll begleitet wurden die Feierlichkeiten vom Jagdhornbläserchor.

Hans-Jasper und Ulrika von Arenstorff dankten bei der Begrüßung den zahlreichen Gästen, unter ihnen auch Pastorin Gabriele Matthias, Samtgemeindebürgermeister Volker Friemelt, dessen Stellvertreter Matthias Sonnwald sowie Bürgermeister Günther Ballandat, den Unterstützern, Geschäftspartnern und der Naturschutzbehörde für deren Hilfe und das große Interesse. Seinen ganz besonderen Dank richtete Hans-Jasper von Arenstorff an den Freund der Familie, Eckhard von Paepcke, der 2012 die Idee zur Einrichtung des Ruheforstes hatte.

Dankbar zeigte sich von Arenstorff auch gegenüber Pastorin Gabriele Matthias, die der Idee von Anfang an positiv gegenübergestanden habe. Ursprünglich war geplant, den Ruheforst unter die Trägerschaft der St. Clemenskirche zu stellen. Der Kirchenvorstand hatte dem Anliegen auch durchaus positiv gegenüber gestanden, musste aber auf Grund der Absage der Landeskirche Abstand nehmen. Gespräche mit Bürgermeister Ballandat und Gemeindedirektor Fritz Jansen signalisierten schnell, dass eine Trägerschaft der Samtgemeinde Marklohe in Frage käme. Der Samtgemeinderat Marklohe beschloss diesen Antrag vor kurzem dann auch mit großer Mehrheit. Ballandat freute sich, dass die Gemeinde durch den Ruheforst über ein Alleinstellungsmerkmal verfüge, dass sie noch attraktiver mache.

Der Gutspark mitten in Marklohe wird seit langer Zeit schon als Naherholungsgebiet genutzt. Diese Möglichkeit bleibt auch weiterhin bestehen, nur das jetzt Spaziergänger und Trauernde aufeinander treffen können. „Leben und Tod gehören zusammen, und wir haben uns als Ziel gesetzt, den Tod ins Gespräch zu bringen, erklärte der Geschäftsführer der Ruheforst Gesellschaft, Jost Arnold. Die Bestattungskultur habe sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Ruheforst Gesellschaft wolle eine aufrichtige Alternative für eine individuelle Bestattung bieten, betonte Arnold. Dabei dokumentiere die Andachtstelle die christliche Ausrichtung.

Pastorin Gabriele Matthias stellte anschließend in einer Andacht Ruheforst und Andachtsplatz unter den Segen Gottes. „Der Ruheforst bietet einen würdevollen Rahmen für ein christliches Begräbnis“, machte sie deutlich. Der Wald werde so zu einer Stätte, an der sich deutlich sichtbar Leben und Tod begegnen. Auf Wunsch werde die Kirche die Bestattungen im Ruheforst begleiten, erklärte die Pastorin.

msa

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