Starkes Votum für Müller-Nachfolger

Jens Beckmeyer holt 79 Prozent

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Jens Beckmeyer aus Nendorf wird neuer Samtgemeindebürgermeister.

Stolzenau - Von Kurt Henschel. Jens Beckmeyer wird Nachfolger von Bernd Müller als Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser. Er war als einziger Kandidat ins Rennen gegangen.

Für Jens Beckmeyer (SPD) aus Nendorf war bei der gestrigen Wahl zum Nachfolger des Ende Oktober ausscheidenden Samtgemeindebürgermeisters Bernd Müller (parteilos) eigentlich nur die Frage spannend, ob er denn von den Wählern in der Samtgemeinde Mittelweser mehr Ja- als Nein-Stimmen bekommen würde. Als einziger Bewerber sorgte Jens Beckmeyer nämlich dafür, dass auf dem entsprechenden Wahlzettel lediglich sein Name stand, die Bürger aber sehr wohl die Wahl hatten – nämlich mit Ja oder Nein zu stimmen.

Auflösung am gestrigen Abend: Es gab mehr Ja- als Nein-Stimmen für den 44-jährigen Diplom-Finanzwirt, der diesen Beruf nun nicht mehr ausübt: 79 Prozent der Wähler der Samtgemeinde Mittelweser wollen, dass Beckmeyer Bernd Müller beerbt und den Chefsessel im Rathaus in Stolzenau einnimmt. Das Ergebnis der Abstimmung stellte Stolzenaus Wahlleiter Claus Harmening ins Netz. „Mit derart großer Zustimmung hätte ich nie und nimmer gerechnet“, so der künftige Chef der Verwaltung, der seinen Triumph am Abend im Stolzenauer „Hotel zur Post“ gefeiert hat. 70 Prozent etwa habe er sich erhofft gehabt, wie er verriet. Er sei „glücklich und zufrieden“ und „will ab dem 1. November dafür arbeiten, dass dieses Vertrauen der Wähler auch verdient ist“.

Obwohl Beckmeyers Bewerbung um die Müller-Nachfolge ohne Konkurrenten auf den ersten Blick nach einem „Selbstläufer“ ausgesehen hatte, wollte der Kandidat die Dinge nicht so einfach auf sich zukommen lassen. Er organisierte sechs Info-Abende, um sich den Bürgern vorzustellen: In Landesbergen, Husum, Leese, Nendorf, Estorf und Stolzenau. Obwohl die Resonanz zumeist eher mager gewesen war, sei die Stimmung ordentlich gewesen, so Beckmeyer. Und es hätten sich lustige Dinge ereignet. So habe in Landesbergen ein älterer Zuhörer gefragt, was eigentlich zu tun sei, dass es Beckmeyer nicht schaffe. Darauf der Bewerber: „Mit Nein Stimmen.“ Das taten eben 21 Prozent der Wahlberechtigten. Erschreckend insgesamt: Die relativ geringe Wahlbeteiligung (56,4 Prozent) sowie die hohe Zahl an ungültigen Stimmen (190).

Beckmeyer, der den „Wahlkampf“ als spannender empfunden hätte, wenn da noch jemand im Rennen um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters gewesen wäre, hielt an den sechs Abenden keine typischen Wahlkampfreden, sondern arbeitete mit den Bürgern in kleinen Workshops. Er zeigte Fotos mit Motiven aus der Samtgemeinde Mittelweser und ließ die Gäste raten, was auf ihnen zu sehen ist.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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