Grundschule und TSV Eystrup begrüßen drei neue Freiwilligen-Dienstler

Sie wollen nach der Schule erst mal was Soziales machen

Sitzen im selben Boot: Lara Habermann, Lea Bening und Pia Oestmann (vorne, von links) absolvieren ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr in der Grundschule und im TSV Eystrup (einzig Lara ist nur in der Schule tätig). Betreut werden sie dabei unter anderem von Grundschulleiterin Cornelia Kehlbeck-Raupach und Steffen Lühring (hinten im Bild). - Foto: Michael Wendt

Eystrup - Von Michael Wendt. „In Sachen Inklusion und Ganztagsbetreuung wäre es für uns ohne FSJler äußerst schwierig“, sagt Cornelia Kehlbeck-Raupach. Deshalb freut sich die Leiterin der Eystruper Grundschule, zum Beginn des Schuljahres drei junge Frauen begrüßen zu können, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) beim TSV Eystrup und in der Schule absolvieren oder ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) nur in der Schule.

Die drei Neuen, das sind:

– Pia Oestmann (18 Jahre alt) aus Eystrup

– Lea Bening (18) aus Magelsen (beide machen ein „FSJ im Sport“) und

– Lara Habermann (19) aus Balge, die ein FÖJ absolviert.

Alle drei haben in diesem Jahr ihr Abitur am Johann-Beckmann-Gymnasium in Hoya gemacht. Und alle drei wollen nach ihrem freiwilligen Jahr studieren. Aber warum tun sie das nicht gleich?

„Ich wusste nicht, was ich machen sollte“, gesteht Pia freimütig, „und einfach irgendwas studieren, das wollte ich nicht“. Deshalb möchte sie sich nun zunächst menschlich weiterentwickeln und vor allem Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern sammeln. Auf die Möglichkeit eines FSJ in der Grundschule war sie durch einen Zeitungsartikel gestoßen.

Lea wollte „schon immer etwas mit Kindern machen, und Sport mache ich eh gerne“, sagt sie. Sie will das FSJ in der Schule und beim TSV zur Orientierung nutzen.

Lara freut es, dass das Freiwilligen-Angebot nicht nur auf den Sport zugeschnitten ist. „Ich finde es cool, dass es auch im ökologischen Bereich angeboten wird“, sagt sie. Sie ist die zweite FÖJlerin an der Eystruper Grundschule, hat sich vor der Bewerbung bei ihrer Vorgängerin Jale Bornemann über die Aufgaben informiert und wird sich unter anderem um die Umwelt-AG, den Schulgarten und das Projekt „Schulbus auf Füßen“ kümmern. Später möchte Lara Grundschullehrerin werden.

Das würde Schulleiterin Cornelia Kehlbeck-Raupach begrüßen – Steffen Lühring ebenso. Er organisiert die FSJ im TSV Eystrup und ist selbst Lehramtsstudent. An der Uni Bremen betreut er die Mathestudenten aus dem zweiten Semester. „Da kann man schon unterscheiden, wer direkt nach der Schule studiert und wer zuvor ein Jahr länger unterwegs war“, sagt Lühring. Ein zusätzliches Jahr mache die Studenten reifer.

Sein Verein kooperiert seit Jahren in Sachen FSJ mit der Grundschule. „Wir könnten Freiwilligen-Dienstler sonst gar nicht ausreichend beschäftigen“, erklärt er. 39 Stunden müssen diese pro Woche arbeiten. Dazu zählen auch Seminare außerhalb von Schule und Sportverein. Als Taschengeld bekommen die jungen Erwachsenen 300 Euro pro Monat. Das FSJ von Lea wird von der Samtgemeinde finanziert, Pias über den ASC Göttingen, der die Sport-FSJ landesweit koordiniert und abrechnet. Und das Geld für das Schul-FÖJ von Lara kommt vom Land und von einer Stiftung.

„Ein Großteil unserer ehemaligen FSJler ist heute im sozialen Bereich tätig“, sagt Steffen Lühring. Viele haben quasi nebenbei die Übungsleiter-Ausbildung absolviert.

Für Pia, Lea und Lara werden die kommenden zwölf Monate inhaltlich vielfältig. Im Sportverein unterstützen sie verschiedene Übungsgruppen.

In der Grundschule helfen sie zum Beispiel Flüchtlingen beim Deutschlernen, im Sportunterricht, bei der Organisation des Mittagessens, bei der Hausaufgaben-Betreuung und bei Arbeitsgemeinschaften sowie bei Veranstaltungen. Lara, die als FÖJlerin ausschließlich in der Schule eingesetzt ist, arbeitet zum Beispiel in der AG „Computer-Kids“ mit.

Die gute Qualität der FSJ in Eystrup scheint sich herumgesprochen zu haben. „Wir mussten keine Werbung machen und hatten fünf Bewerbungen für die Stellen an der Schule“, freut sich Cornelia Kehlbeck-Raupach.

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