Wienberger Weserbogenfest: Spiel ohne Grenzen 

Wo Wölfe im Schafspelz gegen Kaffeetanten kämpfen

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Im Wasserbecken galt es jeweils für ein Duo, auf einem Treckerreifen einmal hin und her zu paddeln. Dabei durfte jeder Teilnehmer nur einen Arm benutzen. 

Wienbergen - Von Marion Thiermann. Bei ausgelassener guter Stimmung feierten die Wienberger und Gäste am Wochenende das 16. Weserbogenfest, das seit 30 Jahren alle zwei Jahre über die Bühne geht. Das zweitägige Spektakel wurde in diesem Jahr vom Festausschuss des örtlichen Schützenvereins organisiert und startete mit einem Spiel ohne Grenzen.

Moderiert wurde es von Spatz, alias Rainer Harries aus Wechold. Er legte während der Spiele auch Musik auf. An den Start gingen 15 fantasievoll verkleidete und benannte Teams: von der „Arminia Bierzelt“ aus Schweringen über die „Los Wienbergos“ bis hin zu der Männergruppe „Kaffeetanten Hoya“ und den „Wölfen im Schafspelz“.

Das Team „Wienberger Weser-Piraten“ (links) gewann die Spiele ohne Grenzen, die „Groovies“ (rechts) aus Berlin-Lichtenrade wurden für die originellste Verkleidung ausgezeichnet. 

Nicht nur die Aufmachung der Teilnehmer, auch die zu lösenden Aufgaben amüsierten zahlreiche Zuschauer, die sich mit Kaffee und Kuchen stärkten oder an einer Cocktailbar erfrischten.

Die Teams, bestehend aus sechs bis acht Personen, mussten sich im Menschenkicker beweisen und eine schräg gespannte Strickleiter hinauf klettern, um einen Schluck Wienberger Weserwasser zu erreichen, einen Kräuterlikör.

Beim „Luftballon-Bumsen“ bekamen die Teilnehmer einen Luftballon auf den Rücken gebunden, der von einer zweiten Person durch geschickten Körpereinsatz zerstört werden musste.

Auf Treckerreifen rudern

Letztendlich gingen die Teilnehmer baden – dieses Spiel hatten die Organisatoren der einzelnen Stationen, Henning Meyer und Heinrich Lohmann, wohlweislich an den Schluss gesetzt. Je zwei Personen mussten in einem Wasserbecken auf einem Treckerreifen hin und her rudern und durften dabei jeweils nur einen Arm benutzen. Das kalte Nass schockte die Teilnehmer nicht. Sie spielten anschließend noch munter weiter und holten sich sogar ein Schlauchboot hinzu.

Die Teams ab dem vierten Platz erhielten pro Mitglied je eine Mettwurst und ein Wienberger Weserwasser.

Der dritte Platz ging an „Taufrisch und Bärenstark“ aus Hilgermissen, der zweite an die Titelverteidiger von 2014, das Team „Weser Agrar“ aus Wienbergen. Beide Mannschaften erhielten ein 10-Liter-Bierfass. Den Sieg und damit ein 30-Liter-Bierfass sicherten sich die „Wienberger Weser-Piraten“.

Ausgezeichnet wurden auch die Mannschaften mit den originellsten Kostümen. „In den letzten zehn Jahren sah man kaum Aktive, die sich richtig zum Affen machten. Aber jetzt klappt es wieder“, scherzte Heinrich Lohmann bei der Siegerehrung.

Die Jury belohnte in diesem Jahr die Kombination aus guter Verkleidung und weiter Anreise und kürte die Partnerwehr der Wienberger Brandschützer, die Feuerwehr Berlin-Lichtenrade, zum Gewinner. Deren Mitglieder (siehe Foto oben) kommen seit 1990 in stets neuen Verkleidungen zum Weserbogenfest. Als Sieger freuten sie sich über ein Zehn-Liter-Bierfass.

Den zweiten Platz holten sich die „Hoyaer Wikings“, die (wie der Name schon sagt) Wikinger darstellten. Den dritten bekamen die Zombies der Gruppe „Walking Dead“ aus Wechold.

Am Abend feierten die Wienberger lange bei der Disco. DJ André Haller aus Hoya machte dabei Stimmung.

Am Sonntagmorgen ging es mit einem plattdeutschen Zeltgottesdienst auf dem Festplatz am Dorfgemeinschaftshaus weiter. Dabei taufte Pastorin Friederike Werber zwei Kinder aus Wienbergen. Die Predigt hielt sie mit Unterstützung von Pastor i.R. Christian Steinwede aus Walsrode. Der Wecholder Posaunenchor begleitete die Feier.

Zum Abschluss des Weserbogenfests gab es einen Frühschoppen mit den „Hilgermisser Kolkmusikanten“.

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