Kandidatenporträt Linda Löwen

Vier Kinder, zwei Jobs und bald auch ein Sitz im Rat?

Linda Löwen - Foto: Anne Schmidtke

Hoya - Von Anne Schmidtke. Über Langeweile kann sich Linda Löwen nicht beschweren. Sie ist als Tagesmutter tätig und betreibt eine Massagepraxis in Eystrup. Zudem kümmert sie sich um ihre vier Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren. Nun sollen zwei weitere Aufgabe hinzukommen: Die gelernte Konditorin will erstmals Mitglied im Stadtrat Hoya und im Rat der Samtgemeinde Grafschaft Hoya werden. Daher hat sie sich auf den entsprechenden Listen der FDP aufstellen lassen.

Linda Löwen kam 1980 in Usbekistan, das damals noch zur Sowjetunion gehörte, zur Welt. Später lebte sie mit ihrer Familie in Kasachstan. Als sie 14 Jahre alt war, zogen ihre Eltern und Großeltern mit ihr und ihren zwei Geschwistern nach Deutschland. Bis vor wenigen Monaten wohnte die engagierte junge Frau mit ihrem Ehemann und den Kindern in Eystrup. Seit November 2015 haben die Sechs ihren Wohnsitz in Hoya. In der Grafenstadt fühlen sie sich laut Löwen sehr wohl.

„Der Kindergarten und die Schule sind schnell erreichbar“, sagt Löwen, die sich in den politischen Gremien vor allem für die Themen Bildung, Erziehung, Familie und Integration einsetzen möchte. „Durch meine Jungs, die den Kindergarten und die Schule in Hoya besuchen, weiß ich, wo es Baustellen gibt“, sagt Löwen. Sie wolle sich dafür einsetzen, diese zu beackern. Ihr sei es zum Beispiel wichtig, dass Flüchtlingskinder durch zusätzlichen Deutschunterricht noch besser in den Kindergarten- und Schulalltag integriert werden.

Die 36-Jährige steht als parteiloses Mitglied auf der Liste der FDP, weil sie sich mit deren Programm identifizieren könne und weil ihre Freundin Beatrix Alhusen Mitglied in der Partei sei. „Beatrix hat mich schon vor den Kommunalwahlen vor fünf Jahren gefragt, ob ich mich nicht aufstellen lassen möchte“, erinnert sich Löwen. Sie habe zugesagt und für den Gemeinderat Eystrup kandidiert. Damals habe sie zu wenig Stimmen für einen Sitz im Rat bekommen.

Sie sei genau die richtige Kandidatin für den Stadtrat und den Samtgemeinderat, weil sie sich für Familien einsetze und keine Versprechen abgebe, die sie nicht halten könne. „Ich glaube, dass, wenn man Interesse hat, man viel für Hoya und die Samtgemeinde auf die Beine stellen kann“, sagt Löwen. Und sie habe Interesse. Denn ihr sei es wichtig, sich zu engagieren. „Wer sich nicht einbringt, soll sich auch nicht beschweren, wenn mal was nicht nach Plan läuft“, lautet ihre Devise.

In ihrer Freizeit macht die 36-Jährige gerne Musik und geht regelmäßig ins Fitnessstudio.

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