Theatergruppe Gandesbergen spinnt „Dinner for One“ weiter

Miss Sophies letzte Bosheit

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Manfred Jüttner (links) stellte die Schauspieler vor: (von links) Torsten Jüttner, Hendrik Böckmann, Anke Hittmeyer, Sabrina Böckmann, Hans-Jürgen Meyer, Susanne Buschmann, Kerstin Runge und Werner Schäfer.

Hoya - Von Marion Thiermann. Die Theatergruppe Gandesbergen feierte am Sonnabend im voll besetzten Saal des Jugend- und Freizeitheims die Premiere ihres diesjährigen plattdeutschen Stücks „Miss Sophies Arvschaft“.

Mediengruppe Kreiszeitung

„Eene niederdütsche Komödie in dree Törns von Andreas Wenig un Helmut Schmidt hett dat ins Plattdütsche översett“, kündigte Manfred Jüttner die Vorstellung an. Die Mühen der Laienspieler, die seit Oktober geprobt hatten, haben sich gelohnt: Sie begeisterten ihre Zuschauer und strapazierten deren Lachmuskeln mit ihrer amüsanten, gekonnten Art – und sie hatten dabei selbst viel Spaß.

Zum Inhalt: Die selbstverliebte Operndiva Ludmilla Stroganoff (gespielt von Kerstin Runge), Tochter von Admiral Schneider, erhält während ihrer Abschiedstournee die Nachricht, dass ihre Stiefmutter Sophie mit 94 Jahren verstorben ist. Sofort reist sie in Begleitung ihrer biestigen Assistentin „Knorpel“ alias Gundula von Knorpsheim (Susanne Buschmann) zum Landsitz Kübelstein, um ihr Erbe anzutreten. Doch Erblassverwalter Dr. Ross (Hans-Jürgen Meyer) hat eine Überraschung für sie. Miss Sophie hat noch weitere Personen im Testament bedacht, die nach und nach eintreffen:

– den undurchsichtigen Richard (Torsten Jüttner), Sohn von Mr. Pommeroy,

– die raffgierige Gilla (Sabrina Böckmann), Pflegerin und Ehefrau von Mr. Winterbottom, sowie

– den Modemacher Siegfried Roy Toby (Werner Schäfer), der sich als Witwer von Sir Toby entpuppt.

„Miss Sophie´s Arvschaft“ feiert Premiere

Der nächste Schock folgt sogleich, denn zum letzten Willen der Verstorbenen gehört auch das traditionelle Silvesterdinner, gekocht von der miserablen Köchin Marlies (Anke Hittmeyer). Die vier Erben erinnert das Essen an die Reste vom Dschungelcamp.

Auf die ein oder andere Weise sind sie alle auffällig, die Akteure in „Miss Sophies Arvschaft“.

Während sich im Verlauf der Nacht Butler Paul (Hendrik Böckmann) den heftigen Avancen von Ludmilla und Siegfried erwehren muss, lernen die Erbanwärter gegenseitig ihre dunklen Geheimnisse kennen. Doch auch Miss Sophie war zu Lebzeiten kein Engel. Das „Dinner for One“, das sie Jahr für Jahr mit ihrem Butler James Ross abhielt, war ein Gedenken an ihre auf mysteriöse Art verstorbenen und verschwundenen Ehemänner: Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy, Mr. Winterbottom und Sir Toby. Die Vier waren vor langer Zeit die Vermögensberater von James Ross, der durch sie alles verlor und mit dem Miss Sophie eigentlich liiert war.

Durch die Heirat und den Tod der Männer holte sie sich das Vermögen zurück und widmete jedem von ihnen einen Gang ihres alljährlichen Dinners. Derweil führt sie die Erbanwärter mit dem Testament an der Nase herum. Alle Vier machen sich bis zum Schluss Hoffnungen abzustauben, doch sie bekommen lediglich die Urnen ihrer verschwundenen Väter beziehungsweise Ehegatten. Den Landsitz sowie das Vermögen erbt der leibliche Sohn von Miss Sophie und ihrem Butler James Ross, der Notar Dr. Harry Ross. Dessen Frau mimte die miserable Köchin und sein Sohn Paul den Butler.

Für die gelungene Aufführung erntete die Gruppe viel Applaus von den begeisterten Gästen. Als Souffleuse agierte Siegrid Schäfer.

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