Anne Wasner bleibt Bürgermeisterin

Hoyaer Stadtrat setzt auf Kontinuität

Der neue Stadtrat setzt sich zusammen aus (großes Foto, von links) Dr. Jürgen Schaacke (Bürgerforum), Alexander von Behr (CDU), Detlef Meyer (Stadtdirektor), Friedrich Gilster (SPD), Olaf Heye (parteiloser Einzelkandidat), Fritz Groß (CDU), Anne Wasner (SPD, Bürgermeisterin), Frauke Gieße-Claus (Bürgerforum), Heide Wirtz-Naujoks (SPD), Marc-André Heidelmann (CDU), Paul-Christoph Preuß (SPD), Dirk Jeßke (SPD) und Dr. Jan Witte (CDU). Dazu kommen Imke Lauter, Claudia Wübbeling und Kirsten Platzke, die beim Fototermin fehlten. - Foto: Michael Wendt

Hoya - Von Michael Wendt. Alles beim Alten im Hoyaer Stadtrat: Anne Wasner bleibt Bürgermeisterin, Detlef Meyer Stadtdirektor, Rolf Walnsch sein Stellvertreter, und CDU und SPD bilden erneut eine Gruppe. Anne Wasner (SPD) sprach am Montagabend in der ersten Sitzung des neuen Stadtrats von einer „wunderbaren, einvernehmlichen Zusammenarbeit“ mit der CDU. Deren Fraktion allerdings ist stark verjüngt.

Die CDU stellt fünf Ratsmitglieder, einen mehr als zuletzt: die „alten Hasen“ Fritz Groß und Dr. Jan Witte sowie die Neulinge Claudia Wübbeling, Alexander von Behr und Marc-André Heidelmann.

Für das Bürgerforum sitzen Dr. Jürgen Schaacke (vormals FDP-Kandidat) und erstmals Frauke Gieße-Claus im Rat.

Olaf Heye wurde als Einzelkandidat ins Gremium gewählt und gehört keiner Fraktion an. In der vergangenen Wahlperiode hatte er sich der Gruppe „Bürgerforum plus 3“ angeschlossen, die fünf Sitze hatte, und die es nun nicht mehr gibt.

Neu bei der SPD sind Dirk Jeßke und Paul-Christoph Preuß. Weiterhin gehören der Fraktion Anne Wasner, Heide Wirtz-Naujoks, Friedrich Gilster, Kirsten Platzke und Imke Lauter an. Letztere fehlte bei der Gründungssitzung im Ratssaal. Mit sieben Sitzen besetzt die SPD einen mehr als zuletzt.

Verwaltungsausschuss nicht gegründet

Am Montagabend war es an Fritz Groß (68 Jahre), als Ratsältester die Sitzung zu eröffnen und bis zur Wahl der Bürgermeisterin zu leiten.

Wie erstmals 2011 beschloss der Rat, auf die Bildung eines Verwaltungsausschusses (VA) zu verzichten. Dazu Jan Witte: „Wir haben gute Erfahrungen ohne VA gemacht.“ Transparenz sei geboten, und deshalb werde es weiterhin monatliche öffentliche Sitzungen geben.

Jan Witte war es auch, der Anne Wasner erneut als gemeinsame Bürgermeister-Kandidatin von CDU und SPD vorschlug. Sie wurde bei einer Enthaltung (Olaf Heye) im Amt bestätigt – alle weiteren Entscheidungen der Sitzung fielen im Übrigen einstimmig.

Anne Wasner wird sich weiterhin auf die repräsentativen Aufgaben und den Ratsvorsitz beschränken, wie dies die meisten Bürgermeister in der Samtgemeinde tun. Die Verwaltungsaufgaben übernehmen laut Ratsbeschluss der Stadtdirektor und sein Stellvertreter.

„Wollen beginnen, Gräben zuzuschütten“

Vor der Wahl der Bürgermeisterin hatte Frauke Gieße-Claus erklärt: „Anne, wir werden dich mitwählen. Aber es gibt es paar Dinge, weshalb uns das nicht leicht fällt. Du warst mit daran Schuld, dass sich vor sechs Jahren das Bürgerforum gegründet hat. Da sind Gräben entstanden, die nachwirken.“ Außerdem sah Frauke Gieße-Claus in Anne Wasners Position als Bürgermeisterin, Grundschulleiterin und Mitglied des Samtgemeinderats eine Ämterhäufung. Gieße-Claus schloss jedoch versöhnlich: „Wir erkennen gerne an, dass viel in Hoya angeschoben wurde, das nun weiterzuentwickeln ist. Wir wollen uns der Verantwortung stellen, und das geht wohl am besten, wenn man alte Gräben beginnt zuzuschütten.“

Für die SPD hatte zuvor Heide Wirtz-Naujoks die bisherige Kooperation mit der CDU gelobt und von einer sehr guten Zusammenarbeit, gesprochen, die zu sehr guten Ergebnisse geführt habe.

Nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin blickte Anne Wasner zurück auf ihre Anfänge im Stadtrat. „In den 90er-Jahren wehte hier noch ein parteipolitisch straffer Wind“, sagte sie und ermunterte die neuen Mitglieder, sich mutig in die Ratsarbeit einzubringen. „Der alte Rat hat die Innenentwicklung der Stadt in den Vordergrund gestellt und einige Liegenschaften wie die Molkerei, das Schloss und das Krankenhaus-Gelände gekauft“, sagte Anne Wasner und resümierte: „Wir haben ein gutes Potenzial in Hoya.“

Dem schloss sich der alte und neue Stadtdirektor Detlef Meyer an: „Hoya hat enorm viel Potenzial, das man herauskitzeln muss.“

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