Eystrups 70er-Jahre-Kultband „The Whities“ spielt in ausverkauftem Alten Güterschuppen

Ein Konzert lang das Gefühl von damals genießen

Umjubelte Stars des Abends im Eystruper Güterschuppen waren „The Whities“: (von links) Andreas Barth, Bernd Hill, Wilfried Graue, Rüdiger Kuhlmann und Matthias Kuhlmann. - Foto: Horst Friedrichs

Eystrup - Von Horst Friedrichs. Sie transponierten die Vergangenheit in die Gegenwart. Für Musiker vom Format der „Whities“ ist das ebenso locker zu bewältigen wie das Übertragen von einer Tonart in die andere. Am Samstagabend nahmen „The Whities“ ihre Zuhörer mit auf eine Zeitreise in die 70er-Jahre und schenkten ihnen eine Konzertdauer lang das Gefühl und die jugendlichen Emotionen von damals, eingebettet in das annehmliche Heute.

Möglich machte das der Heimatverein Eystrup, der seine erste Großveranstaltung im Alten Güterschuppen am Bahnhof mit Bravour bewältigte und sich über ein ausverkauftes Haus und ein begeistertes Publikum freute.

300 Gäste waren es, die alle Steh- und Sitzplätze im Güterschuppen nutzten, um die „Whities“ und die Band „Full House“ zu hören.

Die erste Veranstaltung dieser Größenordnung erforderte vom Heimatverein umfangreiche Detailplanungen, und so manche Hürde musste genommen werden, ohne dass die Initiatoren dabei auf Erfahrungswerte zurückgreifen konnten. So galt es herauszufinden, wie viele Menschen überhaupt unter Konzertbedingungen in den Güterschuppen passen – und die Zahl der zu druckenden Eintrittskarten entsprechend festzulegen.

„Wir haben mit einer großen Resonanz gerechnet“, sagte Horst Müller-Kuntzer vom Heimatverein. „Aber unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.“ Schon vor zehn Jahren, als die „Whities“ ein großes Reunion-Konzert in der leer stehenden Hasseler Diskothek „Relax“ gaben, war die Resonanz enorm.

Dass die Kultband – insgesamt mehr als 40 Jahre nach ihrer großen Zeit – nichts von ihrer Zugkraft eingebüßt hat, bewies sie auch am Sonnabend beim Sommerfest des Heimatvereins Eystrup. Müller-Kuntzer: „Wenn die ,Whities‘ wollen, werden wir so ein Konzert bestimmt noch einmal veranstalten.“

Unterstützt wurden „The Whities“ am Sonnabend durch die bekannte Band „Full House“, die den Auftritt der „Whities“ umrahmte, indem sie den ersten und auch den letzten Programmteil bestritt. In Bernd Hill (Schlagzeug) und Andreas Barth (Gesang und Leadgitarre) spielen zwei Musiker bei „Full House“, die auch zur Besetzung der „Whities“ gehörten. Anhaltender Beifall belohnte „Full House“. Die Musiker spielen nach eigenem Bekunden all jene Stücke, die sie selbst gerne hören. Die Begeisterung der Zuhörer zeigte, dass sie auf der gleichen Wellenlänge lagen.

Während einer Umbaupause wurden Fotos aus der aktiven Zeit der „Whities“ an die Wand hinter der Bühne projiziert und damit so manche Erinnerung bei den Gästen geweckt. Dann, als das Logo der Kultband über den Köpfen der Musiker erschien und sie an ihren Instrumenten einsatzbereit waren, gab es für den Stimmungspegel keine Grenzen nach oben mehr. Die vertrauten Titel aus den 60er- und 70er-Jahren sorgten für jene vertraute „Whities“-Atmosphäre, mit der sich die Band zu ihrer Zeit einen herausragenden Namen gemacht hat. Der Samstagabend in Eystrup stellte unter Beweis, wie sehr man es damals verstand, mit den „Whities“ zu feiern und wie gut die ihre Zuhörer dazu bringen können, sich im Rhythmus zu wiegen und sich auf der Tanzfläche zu verausgaben.

Der Abend mit den „Whities“ und „Full House“ bescherte den Betreibern des Güterschuppens einen überwältigenden Erfolg und den Musikern und ihren Zuhörern eine Sommerfest-Stimmung, die fraglos bleibende Erinnerungen von gestern und Erlebnisse von heute auf vortreffliche Weise miteinander vermengte. Dazu trugen auch der TSV Eystrup und seine Helfer bei, die auf dem Vorplatz des Güterschuppens mit einem Getränke- und einem Bratwurstwagen die Gäste bewirteten. Und auch im Güterschuppen selbst gab es keinen Mangel an Getränken.

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