Sanierung der Alten Martinskirche beginnt

Eine kommt, die andere später

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Hoya - Von Michael Wendt. Jetzt aber: Seit Jahren soll die Alte Martinskirche in Hoya saniert werden, nach dem Katharinenmarkt werden die Arbeiten nun endlich starten. Grund für die bisherige Verzögerung: Bei den Voruntersuchungen zur Sanierung wurde Hausschwamm im Gebäude festgestellt.

Deshalb werden die für die Sanierung vorgesehenen 900.000 Euro nicht reichen, sagte Stadtdirektor Detlef Meyer in der jüngsten Stadtratssitzung. Dort ebenfalls ein Thema: Die Bodenreinigung im Bereich der „Scharfen Ecke“. Ist die geschafft, könnte in dem Bereich ein Ärztehaus gebaut werden.

Erdreich ist mit Schadstoffen belastet

Derartige Gedankenspiele gibt es im Stadtrat, bestätigte Detlef Meyer auf Nachfrage unserer Zeitung. Dafür müssten allerdings auch die Nachbargrundstücke einbezogen werden. Noch ist nichts spruchreif. Die Stadt hat das Grundstück an der Kreuzung Lange Straße/Von-Staffhorst-Straße erworben und das Gasthaus „Zur Scharfen Ecke“ abreißen lassen. Hintergrund: Das Erdreich in dem Bereich ist durch eine frühere Textilreinigung mit Schadstoffen belastet, und die Stadt will es reinigen lassen. Hätte die Stadt das Grundstück nicht gekauft, wäre dort auf lange Sicht nichts passiert, betonte Detlef Meyer.

Die Reinigung des Erdbodens verschiebt sich allerdings. Die Stadt hatte die Sanierungsarbeiten für diesen Sommer ausgeschrieben. „Das Angebot, das wir erhalten haben, entspricht nicht unseren Erwartungen“, sagte der stellvertretende Stadtdirektor Rolf Walnsch am Montag im Stadtrat. Er sprach von „überhöhten Preisen“, weil die Fachfirmen derzeit gut ausgelastet seien. Deshalb schreibt Hoya die Arbeiten erneut aus. Indem die Stadt die Frist für die Arbeiten bis zum Frühjahr 2017 verlängert, hofft sie auf bessere Preise.

Martinskirche steht zur „Zwergenweihnacht“ nicht zur Verfügung

Doch zurück zur Alten Martinskirche. In dem als Kulturzentrum genutzten Gebäude ist der Mittelalter-Gottesdienst am Sonntag, 18. September, (10 Uhr) die bis auf Weiteres letzte Veranstaltung.

Zur „Zwergenweihnacht“ steht das Kulturzentrum definitiv nicht zu Verfügung, weshalb die Fördergemeinschaft Hoya ihren Weihnachtsmarkt („Zwergenweihnacht“) in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form am und im Kulturzentrum anbietet, sondern mit der evangelischen Kirchengemeinde eine kleinere Alternativ-Veranstaltung plant.

Demnächst wird die alte Martinskirche zunächst eingerüstet. In einem ersten Sanierungsschritt soll schadhaftes Holz im Dachstuhl ausgetauscht werden, teilte Bauamtsleiter Rolf Walnsch auf Nachfrage mit. In diesem Zuge erhält die ehemalige Kirche ein Unterdach, das bislang komplett fehlt. Im weiteren Verlauf der Sanierung sind unter anderem Arbeiten am Mauerwerk vorgesehen.

Im aktuellen Haushalt stehen 900.000 Euro für die Sanierung der Alten Martinskirche zur Verfügung. Zwei Drittel der Kosten erhält Hoya später aus dem Bund/Land-Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ zurück – so der Plan. Wie genau sich Kosten und Zuschuss nach der Entdeckung der Hausschwamm-Problematik entwickeln, bleibt abzuwarten.

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