Oldtimer-Ausfahrt führt über 100 Kilometer durch die Region

Von drei bis acht Zylindern

Die neuen Vorstandsmitglieder des Oldtimer-Clubs Nienburg freuten sich als Veranstalter über ein gelungenes Programm. Vor dem „Lindenhof“ in Hoya stellten sich zum Foto auf: (von links) der Vorsitzende Norbert Harasiuk, Schriftführerin Ursula Martin und der zweite Vorsitzender Eberhard Rädisch. - Foto: Horst Friedrichs

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Sie waren hier – in der Mitte Niedersachsens.“ Diese Bestätigung in Form einer Urkunde erhielten am Sonntag 60 Fahrer historischer Autos in Hoyerhagen. Zuvor waren sie auf Einladung des Oldtimer-Clubs Nienburg beim Lindenhof in Hoya zu einer Ausfahrt gestartet, die sie über eine Strecke von 100 Kilometern durch die Landkreise Nienburg und Diepholz führte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein gingen selten gewordene Prachtexemplare der Automobilgeschichte auf den Rundkurs – die einen mit tuckerndem Dreizylinder aus den 20er-Jahren, die anderen mit wummerndem Achtzylinder aus der Nachkriegszeit.

In beiden Fällen dieser extremen Hubraumunterschiede handelte es sich um Raritäten aus der Geschichte der amerikanischen Automobil-Industrie. Dazwischen konnten Zuschauer an der Deichstraße in Hoya eine breite Palette von automobilen Kostbarkeiten aus europäischer Herstellung bewundern.

Die beliebte „Knutschkugel“, die BMW Isetta, war gleich drei Mal vertreten. Der rassig-schnittige DKW 1 000 imponierte mit einer zukunftweisenden Sportwagen-Karosserie, die bereits Ende der 50er-Jahre Aufsehen erregte. Und zu den „anwesenden“ Klassikern zählten eindrucksvolle Cabrios aus dem Hause Mercedes-Benz. Von Auto Union bis Volvo reichte die Liste der Hersteller.

Für den Nienburger Oldtimer-Club war es bereits das 29. Oldtimertreffen, das er veranstaltete. Nachdem bei der Ausfahrt im vergangenen Jahr eine Strecke von 100 Kilometern bewältigt werden musste, hatte der neue Clubvorstand sich in diesem Jahr für die gleiche zu bewältigende „Reichweite“ entschieden.

„Unser Vereinslokal ist die Gaststätte am Bürgerpark in Nienburg“, sagte Vorsitzender Norbert Harasiuk im Pressegespräch im sonnigen Gartenlokal des „Lindenhofs“.

Eine kleine Änderung gab es nachträglich in der Routenplanung der Oldtimer-Ausfahrt: „Wir wussten nicht, dass an diesem Wochenende in Wechold ein Reitturnier stattfindet“, berichtet Norbert Harasiuk. „Deshalb sind wir auf der Strecke von Hoya über Mehringen und Ubbendorf nicht – wie ursprünglich vorgesehen – in Hilgermissen nach Wechold abgebogen, sondern erst beim Gut Wührden in Richtung Martfeld.“

Von Martfeld aus ging es weiter über Schwarme, Emtinghausen, Gödestorf, Wachendorf, Heiligenfelde, Neubruchhausen, Ochtmannien und Engeln bis zum Gasthaus Dillertal, wo die Mittagspause eingelegt wurde.

Nachmittags folgte die Weiterfahrt über Homfeld und Bruchhausen-Vilsen bis zum nächsten Halt in Hoyerhagen-Memsen; dort besichtigten die Teilnehmer die Wirtschaftsgenossenschaft deutscher Tierärzte (WDT, Domäne Memsen).

Ebenfalls in Hoyerhagen, war die nächste Station dann der geografische Mittelpunkt Niedersachsens. Nach der dortigen Urkundenausgabe folgte der letzte Streckenabschnitt zurück zum „Lindenhof“ in Hoya, wo das Oldtimertreffen mit einer Kaffeetafel ausklang.

Pokale gab es für die Besitzer der ältesten Fahrzeuge und für die Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Die beiden ältesten Fahrzeuge des Treffens waren ein Ford A Pickup von 1929 (Eigentümer: Andreas Schröder aus Hassel) und eine Ford A Limousine von 1931 (Eigentümer: Wilfried Hoffmeyer aus Walsrode). Die weiteste Anreise hatte Joachim Kansulski aus Neuss mit seinem 3er BMW. Weitere „Weitgereiste“ kamen unter anderem aus Wolfsburg, Osnabrück, Bremen und Bückeburg.

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