Brigitte Stöver aus Hoya bietet die Entspannungstechnik Bowtech an

Mit sanften Händen lindert sie den Schmerz

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Durch spezielle Grifffolgen verhilft Brigitte Stöver ihren Klienten zu Entspannung.

Hoya - Von Anne Schmidtke. Endlich mal wieder entspannen: Manche benötigen dafür eine Massage, andere gehen zum Sport. Wieder andere probieren es mit der aus Australien stammenden ganzheitlichen Muskel- und Bindegewebstherapie Bowen-Technik, kurz Bowtech.

„Sanfte, präzise Griffe an speziellen Körperpartien aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers“, berichtet Brigitte Stöver. Die gebürtige Dedendorferin bietet Bowtech seit 2013 in ihrer Naturheilpraxis in Hoya (Bücker Straße 58) an. Die Technik ist in der Region kaum verbreitet, die nächsten Anwender finden sich in Harpstedt, Bremen und Ottersberg.

Die 56-jährige Brigitte Stöver stimuliert mit ihren Fingern die Muskeln, Sehnen oder das Bindegewebe. Zwischen einzelnen, festgelegten Grifffolgen verlässt sie den Therapieraum, damit der Körper ihres Klienten Ruhe findet und entspannen kann. „Einige schlafen auf der Liege ein, so sehr schalten sie ab.“ Die Ruhephasen seien wichtig für den Körper. Während der etwa fünfminütigen Pausen könne er die erhaltenen Impulse verarbeiten. „Die Reaktionen sind von Person zu Person verschieden“, erklärt Stöver. „Manche verspüren ein Wärme- oder Kältegefühl, andere ein Kribbeln an unterschiedlichen Stellen des Körpers.“

Eine Anwendung dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Sie sollte laut der Bowtech-Anwenderin nach sieben bis zehn Tagen wiederholt werden. „Die individuellen Symptome eine Patienten bestimmen den Behandlungsverlauf und die -dauer“, berichtet Stöver.

Bowtech sei für Menschen jeglichen Alters geeignet. Die Therapie könne unter anderem bei Stress, chronischer Müdigkeit oder Beschwerden mit dem Bewegungsapparat angewendet werden. Sie sei aber auch erfolgreich bei Asthma, Inkontinenz, Menstruationsbeschwerden oder Nervenschmerzen.

Stöver selbst habe positive Erfahrungen mit Bowtech gesammelt. Vor einigen Jahren litt sie unter Burn-Out und Wirbelsäulenproblemen. „Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Ich war aber nicht bereit, ständig Schmerztabletten zu schlucken.“ Sie habe dann Verschiedenes ausprobiert, zum Beispiel Akupunktur und eine Physio-Therapie. Das alles habe ihr keine Linderung verschafft. Irgendwann sei sie durch Zufall dann auf Bowtech gestoßen. „Von 2007 bis 2013 lebte ich in Schleswig-Holstein. Dort gibt es im Gegensatz zu hier viele Praxen, in denen die Technik, die auf den Australier Tom Bowen [1916-1982] zurückgeht, praktiziert wird“, berichtet die 56-Jährige. Sie habe durch Bowtech gelernt, ohne Schmerzen zu leben und ihren Körper ins Gleichgewicht zu bringen.

Nach ihrer erfolgreichen Genesung beschloss die gelernte Hauswirtschaftsleiterin und Dorfhelferin 2009, eine einjährige Ausbildung bei der Bowtech-Akademie Deutschland mit Sitz in Flensburg zu absolvieren. Diese schloss sie mit einem Diplom ab, das sie berechtigt, die Entspannungstechnik gewerblich anzuwenden. 2010 trat sie dem bundesweit agierenden Verein „Bowtech Deutschland“ bei.

„Bowtech ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Aber es unterstützt den Körper bei der Bewahrung eines inneren Gleichgewichts, das die Grundlage für eine gute gesundheitliche Verfassung ist“, erklärt Stöver.

www.bowtech.de

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